Gegen "BILD zur Wahl"

19.09.13
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von Bernd H.

Am Samstag kommt eine BILD-Sonderausgabe in alle Briefkästen Deutschlands, egal ob erwünscht oder nicht, ob Werbeverweigerer oder nicht.
Wer sich daran nicht stört, braucht jetzt nicht weiterzulesen. Ich wünsche viel Spass bei der Lektüre und hoffe, die BILD wurde in Premium Qualität zugestellt!

Wer das bedenklich findet, bedenke mit mir:
mich hat das mangelnde politische Fingerspitzengefühl (am Vortag der Wahl das Hetzblatt BILD) und die Privilegierung (an alle Briefkästen, ohne Anfrage) und am meisten gestört, dass dies per Überrumpelung ohne ausreichende Reaktionszeiten zum Widerspruch geschah (ich bin Zusteller und habe erst am Dienstag erfahren, was Sache ist).

Deshalb wollte ich meinen Bekanntenkreis darüber informieren, wie man sich wehren kann, wenn einem diese Aktion nicht gefällt. dazu mein nachfolgender Aufruf:

Liebe Freunde einer besseren Presse,

der Springer-Verlag will mit der 'BILD zur Wahl', die an diesem Samstag 21.9.13 an 40 Mio. Haushalte verteilt wird, laut eigenen Angaben "einen positiven Impuls gegen die seit Jahren sinkende Wahlbeteiligung" setzen.

Da auch diese 'BILD' medienrechtlich eine Zeitung ist, hilft gegen die Zustellung auch nicht ein 'Keine Werbung'- Aufkleber auf dem Briefkasten.

Aber folgendes hilft:

  • Hinweis auf dem Briefkasten: 'keine kostenlosen Zeitungen'
  • noch besser: Aufkleber auf dem Briefkasten
  • und dann noch: Widerspruch beim Axel-Springer-Verlag gegen eine solche Aktion (Mustertext weiter unten)
  • und gleich auch noch: Beschwerde bei der Deutsche Post AG über die bevorzugte Behandlung der BILD (Wurfsendung an alle Haushalte, also auch an Werbeverweigerer) und das mangelnde politische Fingerspitzengefühl am Vorwahltag.
    Allerdings nur über Fax:
    01802-5555 oder brieflich:
    Deutsche Post AG, Kundenservice Brief, 53247 Bonn.
    Eine E-Mail-Adresse für Anfragen ist nicht vorgesehen (lt. Auskunft der Post unter 0228-4333111)

Die Zusteller der Post haben erst Anfang dieser Woche von der BILD-Aktion erfahren, es konnte keine Gegenöffentlichkeit aufgebaut werden und ein rechtzeitiges reguläres Widerspruchsverfahren ist gar nicht vorgesehen. Also eine Überrumpelung.

Bereits 2012 hatte z.B. 'Campact' eine Widerspruchs-Aktion zu einer ähnlichen Verteilung der BILD anlässlich des 40-jährigen organisiert. Fast eine Viertelmillion Menschen hatten sich daran beteiligt.

Zur "Wahl-BILD" haben sie sich aber nicht getraut, eine zentral organisierte Widerspruchskampagne zu organisieren.
Deshalb ist jetzt jede/r einzelne von uns wie oben beschrieben am Zug.

Sendet Euren Widerspruch persönlich an den Vertrieb des Springer-Verlags über:
jederhatdiewahl@bild.de

Mustertext:

"Hiermit untersage ich der Axel Springer AG, Tochtergesellschaften, eventuellen Auftragsnehmern und anderen Vertragspartnern ausdrücklich, mir an die genannte Anschrift am 21.09.2019 oder an einem anderen Tag ohne meine vorherige schriftliche Einwilligung die BILD-Zeitung oder andere Erzeugnisse der Axel-Springer AG oder ihrer Tochtergesellschaften zuzustellen oder in den Briefkasten einzulegen oder durch Dritte zustellen oder in den Briefkasten einlegen zu lassen. Ferner untersage ich Ihnen ausdrücklich, meine persönlichen Daten zu einem anderen Zwecke zu verwenden, als es für die logistische Umsetzung meines hier formulierten Anliegens zwingend notwendig ist und fordere Sie auf, anschließend sämtliche Daten umgehend und restlos zu löschen.

Mit freundlichen Grüßen"
(Name und Adresse nicht vergessen!)


Danke fürs Mitmachen, gönnt dem Revolverblatt 'BILD' nicht Euren Briefkasten!
mit solidarischen Grüßen,
Bernd H.











VON: BERND H.






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