Ahauser Atommüll: Bis Aschermittwoch (6.3.19) Öffentlichkeitsbeteiligung mit Einspruchsfrist


Bildmontage: HF

01.03.19
BewegungenBewegungen, Umwelt, NRW, TopNews 

 

Demonstration am 9. März 2019

Von BBU

Gegen den Antrag, die Genehmigung zu Umgang und Lagerung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll im Ahauser Atommüll-Lager bis 2057 zu verlängern, können noch bis Aschermittwoch (6. März 2019) Einsprüche bei der Bezirksregierung Münster und bei der Stadt Ahaus eingereicht werden. Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ hat einen Sammeleinspruch in Form einer Unterschriftenliste erstellt und wird bei der Sammlung von Einsprüchen u. a. vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen sowie auch vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) unterstützt.

Im Sammeleinspruch der Bürgerinitiative heißt es u. a.: Als Begründung für die Lagerung wird die Überbrückung der Zeit bis zu Inbetriebnahme und Füllung des Bergwerks Schacht Konrad als Endlager angegeben. Niemand kann heute aber verlässlich sagen, ob Schacht Konrad jemals in Betrieb genommen wird, geschweige denn wann dies der Fall ist. Die zeitliche Terminierung auf das Jahr 2057 ist daher völlig willkürlich. Im Fall einer Genehmigung des Antrags droht Ahaus faktisch zu einem Endlager zu werden.“ Und: „Im Fall der Genehmigung bis 2057 könnte die Lagerdauer einzelner Gebinde bis zu 47 Jahren dauern. Nach spätestens 30 Jahren Lagerdauer müsste der Müll aber nach- bzw. umkonditioniert werden, da die Verpackungen nicht für eine längere Zwischenlagerung geeignet sind. Eine solche Konditionierung ist aber für Ahaus nicht vorgesehen, so dass erneute Transporte notwendig wären.“

Unterschriftenlisten zum Ausdrucken findet man auf der Homepage des BBU
unter „Einwendungen“, https://bbu-online.de.

Direktlink:
https://bbu-online.de/Einwendungen/Sammeleinspruch%20Ahaus%20Februar%20Maerz%202019.pdf

Der BBU empfiehlt besorgten Bürgerinnen und Bürgern, die direkt in Ahaus oder in umliegenden Orten wohnen, auch persönlich verfasste Einsprüche einzureichen. Wichtig ist, dass alle Einsprüche spätestens Aschermittwoch (6. März 2019) bei der Bezirksregierung Münster oder der Stadt Ahaus eingereicht werden: Bezirksregierung Münster, Dienstgebäude Albrecht-Thaer-Straße 9, 48147 Münster; Stadtverwaltung Ahaus, Fachbereich Bauordnung, Rathausplatz 1, 48683 Ahaus. Informationen zu den Antragsunterlagen findet man in einer Pressemitteilung der Bezirksregierung Münster unter

https://www.bezreg-muenster.de/de/presse/2019/2019-01-10_zwischenlager_ahaus/index.html

Dezentrale Einspruchsammlungen am Samstag / Demo am 9. März zentral in Ahaus

Die Initiative für den sofortigen Atomausstieg Münster (SofA Münster) will am Samstag*, 2. März 2019, mit einer Mahnwache von 10 -12 Uhr vor der Bezirksregierung Münster(Dienstgebäude Domplatz 1-3)* gegen die beantragte Verlängerung für die Lagerung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll in Ahaus demonstrieren, Einwendungen sammeln und diese direkt bei der Bezirksregierung abgeben. Ebenfalls am Samstag wird die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ in der AhauserInnenstadt Einwendungen sammeln. Informationen:https://sofa-ms.de, https://www.bi-ahaus.de.

Und am 9. März wird dann in Ahaus eine überörtliche Demonstration in Ahaus gegen die beantragte längere Lagerdauer, gegen weitere Castor-Atommülltransporte nach Ahaus und für den sofortigen Atomausstieg stattfinden. Zur Teilnahme an der Demonstration rufen schon 50 Initiativen und Verbände auf, darunter auch der BBU. Die Auftaktkundgebung wird um 12 Uhr am Bahnhof in Ahaus beginnen.
Ausführliche Informationen zur Demonstration und zu Anreisemöglichkeiten
findet man unter https://atommuell-protest.de.








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