TKKG lädt ein zu Straßenblockaden am FFF Aktionstag

28.11.19
BewegungenBewegungen, Umwelt, Schleswig-Holstein, News 

 

Von TKKG

Kiel: Am 29.11. ruft FFF Kiel alle zum Klimastreik mit anschließendem Aktionstag auf. Die Turbo-KlimaKampf-Gruppe (TKKG) kommt diesem Aufruf gerne nach und lädt zu mobilen Straßenblockaden ein. Im gesamten Innenstadt-Bereich sollen ab 14:30 Uhr in kleinen Gruppen kurzzeitig Straßen blockiert werden.

Mit diesen Blockaden soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Verkehrswende in Kiel praktisch nicht stattfindet. Die Stadt setzt immer noch lieber auf Marketing-Maßnahmen, anstatt sich der Verkehrsprobleme wirklich anzunehmen. Kiel braucht Parks statt Parkplätze, breite Fahrradwege und kostenlosen, gut ausgebauten Nahverkehr. Es gibt zahlreiche Beispiele aus anderen Städten, an denen sich Kiel orientieren könnte. In Wien und Kopenhagen wurden jährlich Parkplätze in der Innenstadt zurückgebaut, um mehr Platz für Fußgänger*innen und breite Fahrradwege zu schaffen. (1) In Köln gibt es ein komplett autofreies Viertel (2) und in Tallinn, der Hauptstadt Estlands, ist der Nahverkehr seit 2013 kostenlos. (3)

Mandy meint dazu: "Ich möchte Autos blockieren, weil der öffentliche Raum frei von Menschen nutzbar sein sollte. Es kann nicht sein, dass Blechkisten in der Innenstadt so viel Platz wegnehmen." Lena ergänzt: "Mir ist es wichtig Diskussionen anzustoßen. Ich bringe Kekse für die blockierten Autofahrer*innen mit und habe Lust auf Gespräche. Niemand sollte mehr darauf angewiesen sein Auto fahren zu müssen." Mit einem Ausbau von Bahnlinien, Straßenbahnen und Bussen in der Umgebung von Kiel könnten auch viele dörfliche Gegenden viel besser angeschlossen werden als sie es jetzt sind.

Sowohl der Klimastreik, als auch die Straßenblockaden sind nicht die ersten ihrer Art in Kiel. Bereits im April diesen Jahres blockierten mehrere hundert Aktivist*innen den Theodor-Heuss-Ring. Neu ist, dass nun so viele Klimagruppen parallel und miteinander koordiniert Aktionen machen. FFF hat eingeladen und TKKG, People4Future, Extinction Rebellion, Fossil Free, Ende Gelände und weitere lokale Kieler Klimagruppen sind der Einladung gefolgt und beteiligen sich jeweils mit eigenen Aktionsformen, mal legal, mal ungehorsam.

Jana, Aktivistin von TKKG, dazu: "Wir freuen uns über dieses breite Bündnis. Die Bundesregierung hat gezeigt, dass sie auf Millionen von Demonstrant*innen mit einem lächerlichen Klimapaket reagiert, was Autopendeln sogar noch fördert. Die Antwort auf dieses Paket kann nur darin liegen Aktionen zu machen - Demonstrationen reichen offensichtlich nicht für wirksamen Klimaschutz. Wenn uns dann vorgeworfen wird, wir wären kriminell, soll sich die Regierung erst mal an die eigene Nase fassen: In Kiel verstößt die Stadt täglich gegen die Grenzwerte für Luftverschmutzung. "

 

Quellen:

1) https://www.borderstep.de/wp-content/uploads/2019/06/Fahrradstadt-Kopenhagen-Go20-06-2019-1.pdf

2) https://www.ksta.de/koeln/nippes/autofreie-siedlung-ein-veedel-ohne-motorengeraeusche-5878014

3) https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-02/kostenloser-nahverkehr-oepnv-tallinn-estland







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