Ende Gelände-Kundgebung am Kohlekraftwerk Datteln 4 am 17. Mai 2020

04.05.20
BewegungenBewegungen, Umwelt, NRW, Ruhrgebiet, TopNews 

 

Von Ende Gelände

Das Aktionsbündnis Ende Gelände kündigt für Sonntag, den 17. Mai eine Kundgebung am Steinkohlekraftwerk Datteln 4 an. Damit protestiert das Bündnis drei Tage vor der Aktionärsversammlung des Betreibers Uniper gegen die Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks. Das Bündnis meldete dazu heute beim Polizeipräsidium Recklinghausen eine Versammlung mit 60 Personen an.

Ende Gelände trägt der Corona-Pandemie durch ein umfassendes Infektionsschutzkonzept Rechnung. Die teilnehmenden Personen werden einen Abstand von mindestens drei Metern zueinander halten, die An- und Abreise erfolgt einzeln. „Wir werden diesmal nur 60 sein, aber wir stehen für die Mehrheit der Menschen in Deutschland. Dieses Kraftwerk ist ungewollt, es darf nie ans Netz gehen. Auch und gerade in der Corona-Krise müssen wir das Klima und unsere Zukunft schützen“, sagt Versammlungsanmelder Daniel Hofinger. Eine für Mai geplante Aktion mit mehreren Tausend Teilnehmenden hatte Ende Gelände zu Beginn der Corona-Pandemie abgesagt.

Mit der Aktion macht Ende Gelände auf die ausbeuterischen Lieferketten der Steinkohle aufmerksam. „Uniper importiert Blutkohle, um klimaschädlichen Strom zu produzieren, den niemand braucht“, sagt Ende Gelände-Sprecherin Kim Solievna. Die Kohle wird unter anderem aus der russischen Region Kuzbass importiert, wo sich Lungen- und Krebserkrankungen häufen und Menschen ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage durch Umsiedlungen für den Kohleabbau verlieren.







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