Hausbesetzung auf Kölner Großmarktgelände / Wohnungslose schützen sich vor Corona


Bildmontage: HF

28.03.20
BewegungenBewegungen, Soziales, Köln, NRW, TopNews 

 

Von "Wohnraum für Alle"

Seit etwa 3 Wochen gibt es eine stille Besetzung auf dem Gelände des Kölner Großmarktes, Marktstr.10. Dort leben Obdachlose aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Sprachen. Es gibt im ausgewählten Bau viel Platz. Die Obdachlosen sind so geschützter vor der Witterung und auch vor Ansteckungsgefahren, als wenn sie auf der Straße oder in überfüllten Notunterkünften übernachten würden.

Am Freitag, 27.03.2020, erschienen Polizei und Ordnungsamt im Gebäude und teilten mit, dass alle bis Montag, 30.03. um 10 Uhr den Ort verlassen haben müssten, ansonsten werde geräumt. Vor dem Hintergrund der immer prekäreren Lage von wohnungslosen Menschen im Kontext von Corona, ist eine Zwangsräumung absolut unverantwortlich und unsozial.

Die hygienischen Bedingungen im besetzten Haus sind deutlich besser als würden diese Menschen auf der Straße leben.

Die Betroffenen hoffen darauf,

  • dass ihre Vertreibung noch verhindert werden kann
  • oder zumindest nicht unöffentlich geschieht
  • eine kritische Presse dokumentiert, was geschieht
  • und darauf hinweist, wie widersprüchlich es ist, notleidende Menschen aus ansonsten ungenutzten Räumlichkeiten zu vertreiben
  • zumal während der Pandemie, in der möglichst alle sich in geschützten Räumen aufhalten sollen

 

Hintergrund: Zur dramatischen Lage für Wohnungslose in der Pandemie

https://www.ksta.de/koeln/obdachlose-in-koeln-keine-pfandflaschen--keine-unterkuenfte--keine-hoffnung-36480124

https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-obdachlose-109.html

https://www.sueddeutsche.de/panorama/coronavirus-obdachlosigkeit-armut-berlin-1.4857464

https://www.fiftyfifty-galerie.de/artikel/6342/corona-meiden-ja-obdachlose-meiden-nein







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