Karlsruhe: Südumfahrung verhindern - Klimanotstand ernst nehmen

19.06.20
BewegungenBewegungen, Umwelt, Baden-Württemberg, TopNews 

 

Von Klimakollektiv Karlsruhe

Fridays for Future und das Klimakollektiv Karlsruhe protestieren in den kommenden Tagen gegen die geplante Südumfahrung Hagsfeld. Diese ist mit den Klimaschutz-Zielen der Stadt nicht vereinbar. Stattdessen forden die Aktivist*innen: "Klimanotstand ernst nehmen!"

Erst 2019 sprach die Stadt Karlsruhe den Klimanotstand aus, um Klimaneutralität bis spätestens 2050 zu erreichen und damit das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten. Demzufolge müssen alle städtischen Vorhaben auf ihre Klimaauswirkungen geprüft werden. Karlsruhe kann und muss so einen Beitrag leisten, die Klimakrise einzudämmen und die zerstörerischen Folgen der Klimaerhitzung minimal zu halten. Dazu muss der Klimanotstand ernst genommen werden. Der Bau einer neuen Umgehungsstraße in Hagsfeld widerspricht dem. Es wird dem Klimanotstand nicht gerecht, auf Individualverkehrsprobleme mit einem Infrastrukturausbau für Individualverkehr zu antworten. Wenn Rahmenbedingungen sich ändern, gilt es sich anzupassen, anstatt an Mobilitätskonzepten von vorgestern festzuhalten. Klimaschutz ist nicht mehr optional, sondern elementarer Bestandteil allen stadtplanerischen Handelns. 

Das Aktionsbündnis #SüdumfahrungVerhindern fordert stattdessen einen Ausbau des ÖPNV und des Fahrradnetzes in Karlsruhe und Umgebung. Damit will es den Klimazielen gerecht werden, das Naherholungsgebiet zwischen Rintheim und Hagsfeld erhalten, Verkehrslärm reduzieren und Verkehrsaufkommen effektiv entlasten. "Uns ist die akute Situation in Sachen Lärmbelästiung in Hagsfeld bewusst. Wir solidarisieren uns deswegen explizit mit allen Menschen, die unter dem motorisierten Individualverkehr leiden. Deswegen wollen wir an dieser Stelle hervorheben, dass eine radikale Verkehrswende Lösungen für Hagsfeld liefern kann. So hat die Initiative "Kein Autobahn-Zubringer über die Rintheimer Wiesen" einen "Masterplan Verkehr" ausgearbeitet, der viele Vorschläge für alternative Maßnahmen enthält, die klimafreundlicher, schneller und effektiver umgesetzt werden können", so die Pressesprecherin Kim vom Klimakollektiv. 

Das Aktionsbündnis äußert seinen Protest kreativ und vielfältig. Dabei werden Hauptausschuss und Gemeinderat aufgefordert, sich den oben genannten Forderungen anzuschließen. Vor allem die SPD wird adressiert, denn befürworten die Sozialdemokrat*innen die Südumfahrung, so disqualifizieren sie sich bei der „nachhaltigen Verkehrswende“, die sie Ihren Wähler*innen versprochen hatten. Die Pressesprecherin des Karlsruher Klimakollektivs Kim ist zuversichtlich, dass die Südumfahrung nicht gebaut werden wird: "Wir glauben, dass die SPD aufgund der sich immer weiter verschlimmernden Klimakrise ihre Meinung zu Südumfahrung ändern wird und so ihren Wahlversprechen gerecht wird."







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