Spontane Proteste gegen Uranmüllexport / Kommunen sollen sich zur Wehr setzen

03.08.20
BewegungenBewegungen, Umwelt, NRW, News 

 

Von GAL Gronau

Das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und die Grün Alternative Liste (GAL) Gronau haben heute am Montag (3.8.2020) spontan gegen den Start eines Sonderzuges mit Uranmüll von Gronau nach Amsterdam bzw. Russland demonstriert. Proteste gab es vor Ort an der Urananreicherungsanlage in Gronau, in Ochtrup (Kreis Steinfurt) und inMünster. Die Proteste richteten sich gleichzeitig gegen die häufigen Urantransporte mit LKW von und zur Gronauer Urananreicherungsanlage.

Die häufigen Uranmülltransporte von Gronau nach Russland stoßen schon lange auf breite Ablehnung. Insgesamt fordern der Arbeitskreis Umwelt

(AKU) Gronau, die Grün Alternative Liste (GAL) Gronau, das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) u. a. die sofortige Stilllegung der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage in Gronau.

Ein Sprecher der Grün Alternativen Liste (GAL) Gronau betonte nach der heutigen Abfahrt des Zuges, „dass die Stadt Gronau sowie der Kreis Steinfurt dem Beispiel der Stadt Ahaus folgen sollten, die sich aktuell verstärkt juristisch gegen die Belastung des Münsterlandes mit Atommüll zur Wehr setzt“. Der Schutz der Bevölkerung vor Atomanlagen und Atomtransporten muss in Gronau und im ganzen im Münsterland oberste Priorität bekommen, so die GAL Gronau.

Am Sonntag findet in Gronau am 75. Jahrestag des Atombombenabwurfes über der japanischen Stadt Nagasaki eine Kundgebung an der Urananreicherungsanlage statt (14 Uhr), zu der mehrere Teil-Fahrraddemonstrationen aus dem Münsterland und aus Enschede (NL) führen.

 

Hintergrundinformationen:

https://www.galgronau.de

https://sofa-ms.de/?p=1888

https://ostermarsch-gronau.de/







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