Fahrradtour für Frieden und Abrüstung, für Klima- und Umweltschutz


Bildmontage: HF

01.08.19
BewegungenBewegungen, Internationales, NRW, TopNews 

 

Friedensorganisation will „eine andere Politik für eine friedliche Zukunft“

Von DFG-VK NRW

Angesichts eines drohenden neuen atomaren Wettrüstens und aktueller Spannungen u.a. zwischen den USA und dem Iran will die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) NRW mit einer Friedensfahrradtour für Frieden und Abrüstung werben. Quer durch NRW führt die Tour, die am 3. August  in Düsseldorf beginnen und am 10. August in Bielefeld enden wird. „Gemeinsam für eine andere Politik“ demonstrieren die Friedensradlerinnen und -radler  in 10 Städten und wollen mit Aktionen für die Ächtung aller Atomwaffen werben, Alternativen zur Militärpolitik von Bundeswehr und NATO aufzeigen sowie auf die Schnittstelen zu Klima- und Umweltschutz aufmerksam machen. Unterwegs sammeln die Aktivisten Unterschriften unter den Appell „Abrüsten statt Aufrüsten“, der sich gegen die geplante Erhöhung der Militärausgaben auf 2% der Wirtschaftsleistung  richtet. Die Tour findet in Kooperation mit dem Forum Ziviler Friedensdienst und der Agenda21 Ratingen statt und erfährt Unterstützung vor Ort durch Ortsgruppen der DFG-VK, lokale Friedensbündnisse und andere Gruppierungen.

 

Startpunkt wird am 3. August in Düsseldorf mit einer Auftaktkundgebung sein, bei der der Fraktionssprecher der LINKEN im Stadtrat, Lutz Pfundner die RadlerInnen in der Landeshauptstadt begrüßt. Anschließend protestiert die Gruppe vor der Werbeagentur Castenow, die mit ihren umstrittenen Bundeswehr-Plakaten für Schlagzeilen gesorgt hat. Auch bei der Fa. Rheinmetall macht die Tour Halt. Dort werden die Friedensradler mit kreativen Aktionen einen Stopp der Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien einfordern.

In Kalkar weisen die TeilnehmerInnen auf die Kommandozentralen der Bundeswehr- und NATO-Luftwaffe hin, die dort angesiedelt sind. Sie spielen eine wichtige Rolle in der anhaltenden Konfrontation zwischen NATO und Russland.

In Enschede ist die Radlergruppe zu Gast bei niederländischen Friedensaktivisten, Gemeinsam wird man am 6. August am Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima vor 74 Jahren der Opfer gedenken und gegen das neue atomare Wettrüsten protestieren. Nicht nur im rheinland-pfälzischen Büchel sondern auch im niederländischen Volkel sind US-Atomwaffen stationiert, auch ihnen gilt der gemeinsame Protest. In Gronau erfolgt der Schulterschluss mit der dortigen Umweltbewegung, die sich gegen die Urananreicherungsanlage URENCO ausspricht.

Doch auch auf positive Friedensansätze nimmt die Tour Bezug. So wird in Saerbeck ein Bionergiepark besichtigt, der früher eine Munitionsdepot war. In Osnabrück besucht die Gruppe das Erich-Maria-Remarque-Museum über den Schriftsteller, der mit seinem Roman „Im Westen nichts Neues“ breitenwirksam über die Grausamkeit des Krieges aufklärte. Die Tour findet statt vor dem Hintergrund neuer Spannungen in der Welt. Dazu erklärte Joachim Schramm, NRW-Geschäftsführer der DFG-VK und Leiter der Fahrradtour: „Der eskalierende Konflikt zwischen den USA und Iran zeigt, wohin eine auf Aufrüstung und Drohgebärden orientierte Politik führt. Sie bringt keine Sicherheit sondern schafft im Gegenteil neue Kriegsgefahr. Wir appellieren an die Bundesregierung, hier besonnen zu handeln und sich an keinen militärischen Abenteuern wie Marineverbänden im Persischen Golf zu beteiligen. Den USA muss die Nutzung ihrer Militäranlagen in Deutschland für Angriffe auf den Iran untersagt werden!“ Auch im Konflikt mit Russland, so Schramm weiter, sei eine neue Entspannungspolitik gerade auch im atomaren Bereich nötig. Als eine Bankrotterklärung deutscher Außenpolitik bezeichnet Schramm die Weigerung der Bundesregierung, sich dem Atomwaffen-Verbotsantrag anzuschließen, den die UN 2017 beschlossen hat.

 

Mehr zu den Themen und zur FriedensFahrradTour 2019 der DFG- VK NRW unter: https://nrw.dfg-vk.de/aktionen/friedensfahrradtour-nrw

 

Friedensfahrradtour 2019 der DFG-VK NRW

Tourplan                     

3. August

Düsseldorf:

Ablauf: 9 Uhr Treffen, Hammer Str. / Kaistraße

10 Uhr Auftakt

10:20 Protest Werbeagentur Castenow, Bremer Str. 67  

11 Uhr Mahnmal KZ-Außenlager Rheinmetall

11:30 Uhr Kundgebung Rheinmetall Zentrale, Rather Str.

 

4. August

Kalkar:

14:00 Uhr Kundgebung Bundeswehr- und NATO-Kommandozentrale, Marktplatz

 

5. August

Aalten (NL):

12:00 Uhr Besuch „Untertauchmuseum“ (über das Untertauchen von Niederländern während der NS-Zeit)

 

6. August

Enschede

16:30 Uhr Hiroshima-Aktion, Oude Markt,

 

7. August

Enschede (NL)

Ruhetag

 

8. August

Gronau:

11:00 Uhr Empfang Bürgermeister (angefragt)

11:30 Uhr Kurzhalt Urananreicherungsanlage URENCO

 

9. August

Saerbeck

10:00 Uhr Führung Bioenergiepark/ehem. Munitionsdepot

Osnabrück

16:00 Uhr Empfang Friedenssaal

16:30 Uhr Führung Erich-Maria- Remarque-Museum

 

10. August

Bielefeld:

16:00 Uhr, Ankunft Rathausplatz, Kundgegung

 

Die Uhrzeiten können sich je nach Ankunft der Fahrradgruppe  leicht verschieben







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