Tauben im ISS Dome – Antrag auf einstweilige Anordnung wegen Brandschutz

02.09.19
BewegungenBewegungen, Umwelt, Düsseldorf, NRW, News 

 

Von Tierschutzpartei NRW

Die Tauben im ISS Dome sorgen seit Wochen für Aufregung.

Durch Löcher in den Netzen gelangen einzelne Tiere immer wieder in den ISS Dome, finden den Weg jedoch nicht wieder hinaus. Nach Angaben von Tierschützern, die den Umstand seit geraumer Zeit beklagen, sind bereits etliche Tauben verendet.

Vor Hunger sollen die Tiere das Dämm- und Isolierungsmaterial anfressen.

Fotos von Zeugen belegen die Situation.

Die Untersuchung einer toten Taube hat Unterernährung als Todesursache bestätigt.

Der Betreiber hat nun eine Auflage erhalten, die eingeschlossenen Tiere regelmässig zu füttern.

Ende letzter Woche hat die Partei Mensch Umwelt Tierschutz Düsseldorf nun einen Eilantrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung beim Verwaltungsgericht eingereicht.

Die Tierschutzpartei, gegründet 1993 fordert die sofortige Entfernung der Netze, die derzeit nur stundenweise in der Hoffnung geöffnet werden, dass die Tiere den Ausweg finden.

Die Partei sieht einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, bezieht sich in ihrem Antrag vor allem aber auf den Brandschutz.

„Die Tiere fressen aus Verzweiflung das Dämmmaterial und Isolierungen an. Die genauen Schäden sind derzeit nicht zu erfassen, da die Tiere nur sporadisch gefüttert werden. Auch die Ummantelung von Verkabelungen kann durch das Anfressen oder ätzendes Verkoten  geschädigt sein, ein Kabelbrand wäre somit nicht auszuschließen. Daher ist der Brandschutz im ISS Dome nicht mehrgewährleistet. Das ist absolut fahrlässig!“ sagt Andrea Dörner, Sprecherin der Partei Mensch Umwelt Tierschutz Düsseldorf.

„Die Netze müssen umgehend komplett entfernt werden. Die Sicherheit der Besucher und Angestellten des ISS Dome ist durch das stümperhafte Verhalten von Stadt und Betreiber gefährdet. Wenn die Tiere befreit und die Schäden begutachtet wurden, ist ein neues Brandgutachten unerlässlich. Erst danach dürfen die Taubennetze wieder angebracht werden und zwar so fachmännisch, dass sich keine Tiere mehr verirren können!“ Nach Angabe des zuständigen Richters wird dieser sich noch heute mit dem vorliegenden Antrag beschäftigen.







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