Aus einer spontanen Idee wurden 33 Jahre: Sonntagsspaziergänge an der NRW-Uranfabrik


Bildmontage: HF

04.11.19
BewegungenBewegungen, Umwelt, NRW, TopNews 

 

Von BBU

Rund 30 Mitglieder mehrerer Anti-Atomkraft- und Friedens-Initiativen aus dem Münsterland, aus dem Weser-Ems-Bereich und aus Enschede (NL) haben am Sonntag (3. November) am Jubiläums-Sonntagsspaziergang an der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau (NRW) teilgenommen. Damit begingen sie ein ganz besonderes Jubiläum: Schon 33 Jahre treffen sie sich ununterbrochen immer am ersten Sonntag im Monat an der umstrittenen Atomfabrik, um ihrer Forderung nach Stilllegung der Anlage Nachdruck zu verleihen. Der erste Sonntagsspaziergang an der Urananreicherungsanlage fand als eher spontane Idee Ende September

1986 im Rahmen einer Umweltwoche der Stadt Gronau statt. 1986 hatte sich auch die Atomkatastrophe in Tschernobyl ereignet. Im Okt. 1986 wurde kein Sonntagsspaziergang durchgeführt und seit November 1986 hat bisher an jedem 1. Sonntag im Monat ein Sonntagsspaziergang an der UA Gronau stattgefunden.

An dem Jubiläumsspaziergang beteiligten sich auch einige Atomkraftgegner, die schon 1986 dabei waren. Sie zeigten sich optimistisch, dass die Stilllegung der Urananreicherungsanlage in absehbarer Zeit erfolgen wird. Erfreut zeigten sie sich darüber, dass in den letzten Monaten immer wieder „junge Gesichter“ für frischen Wind beim Sonntagsspaziergang, aber auch bei anderen Aktivitäten gegen die Uranfabrik, sorgten.

Betrieben wird die Gronauer Urananreicherungsanlage vom Urenco-Konzern, dessen deutsche Anteile von den Energiekonzernen RWE und E:ON gehalten werden.

Mit dem Jubiläumsspaziergang wurde die Forderung nach sofortiger Stilllegung der Urananreicherungsanlagen in Gronau und Almelo (NL), sowie aller Atomkraftwerke und Atomanlagen weltweit, bekräftigt.

Gleichzeitig richtete sich die Aktion gegen die Uran- und Atommülltransporte, die mit dem Betrieb der AKW und Atomfabriken verbunden sind.

Gronauer Sonntagsspaziergang:

Eine der ältesten Protestaktionen der bundesweiten Anti-Atomkraft-Bewegung

Die monatlich stattfindenden Sonntagsspaziergänge an der Gronauer Urananreicherungsanlage zählen zu den bundesweit ältesten und kontinuierlichsten Protestaktionen der bundesweiten Anti-Atomkraft-Bewegung. Und so werden sich traditionell am 1. Dezember auch wieder Anti-Atomkraft-Initiativen zum Nikolaus-Sonntagsspaziergang an der Gronauer Urananreicherungsanlage treffen.

Unterstützt werden die Aktionen gegen die Urananreicherungsanlage immer wieder u. a. vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, vom AKU Schüttorf, von der Bürgerinitiative „Kein Atomüll in Ahaus“, von der Intitiative SOFA Münster (Sofortiger Atomausstieg), vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, von Enschede voor vrede, von der NRW-Landeskonferenz gegen Atomanlagen, vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und von der DeutschenSektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW).

 

Weitere Informationen zum Themenkomplex Urenco und

Urananreicherungsanlagen: www.bbu-online.de <http://www.bbu-online.de>, www.sofa-ms.de <http://www.sofa-ms.de>, http://urantransport.de, http://www.enschedevoorvrede.nl

 

 







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