NRW-Friedensbewegung begrüßt Manöverabsage


Bildmontage: HF

17.03.20
BewegungenBewegungen, NRW, TopNews 

 

NRW-Friedensbewegung protestiert in Duisburg gegen das NATO-Militärmanöver Defender 2020

Von Bündnis Stoppt Defender 2020

Die Friedensbewegung in NRW begrüßt die Absage des NATO-Großmanövers „Defender2020“ wegen der Corona-Epidemie! Der geplante Transport von tausenden Soldaten und dem dazu gehörigen Kriegsmaterial auch durch NRW könne so unterbleiben. Auch für die Gesundheit der Soldaten sei die Rückkehr in ihre Heimatländer unter den gegebenen Umständen die beste Lösung, so das Bündnis „Stopp Defender 2020 NRW".

Das Bündnis, in dem Friedensgruppen wie die Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK) NRW und die VVN-BdA NRW, Parteien wie die LINKE NRW und die DKP sowie Friedensinitiativen aus verschiedenen Orten mitarbeiten, hat in den vergangenen Wochen mit Mahnwachen und Infoständen gegen das NATO-Großmanöver protestiert, bei dem 37.000 NATO-Soldaten an der russischen Grenze Krieg üben sollten. In der angespannten internationalen Situation sind solche provokativen Manöver unverantwortlich. Auch der DGB stellte in seinem Aufruf zu Defender 2020 fest: "Statt dieser Konfrontation sind aus Sicht der Gewerkschaften Entspannungspolitik und kooperative Beziehungen mit Russland das Gebot der Stunde.“ Dieser Konfrontation ist durch die Absage nun die Spitze genommen.

In der aktuellen Coronakrise wird darüber hinaus deutlich, dass die Sicherheit Deutschlands durch ganz andere Dinge bedroht wird als durch einen unwahrscheinlichen militärischen Angriff Russlands. Die Millionen an Steuergeldern, die für das NATO-Manöver aufgewandt wurden, wären in unserem Gesundheitssystem, das unter dem Wirtschaftlichkeitszwang und Sparkurs leidet, besser aufgehoben gewesen, meinen die Friedensaktivisten

Als wichtiger Kotenpunkt bei den nun abgesagten Militärtransporten durch NRW war der Duisburger Hafen vorgesehen. Ihre ursprünglich dort für den 21. März geplante landesweite Demonstration hat das Friedensbündnis wegen Corona nun abgesagt. Stattdessen werden die Friedensaktivisten dort neue Formen des Protestes unter Corona-Bedingungen ausprobieren. Die für die Demonstration vorgesehenen Redner*innen sollen zur gleichen Uhrzeit per Liveschaltung im Internet zu hören und zu sehen sein. Damit wollen die Friedensgruppen darauf aufmerksam machen, dass das Defender-Manöver in dieser massiven Form alle zwei Jahre wiederholt werden soll. Die Proteste werden dann weitergehen. Mehr Infos dazu unter www.stoppt-defender-2020.de/nrw







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