Kinderbuchautor*innen lesen für die Kinder von Moria vor dem Bundesministerium des Inneren

14.09.20
BewegungenBewegungen, Berlin, Kultur, TopNews 

 

Von NaturFreunde Berlin

Mit einer öffentlichen Lesung am 18.9.2020 vor dem Bundesinnenministerium fordern deutsche Kinderbuchautor*innen von Horst Seehofer, sofort den Weg frei zu machen für die Aufnahme aller Kinder und ihrer Familien aus dem zerstörten Lager Moria. Kinder leben dort nun buchstäblich auf der Straße. Die AutorInnen lesen symbolisch für diese Kinder, um die Politik an ihre Verantwortung zu erinnern, sie zu schützen und in Sicherheit zu bringen. Anlass ist auch der Weltkindertag am 20.9.2020.

Julia Boehme, Autorin u.a. der „Conni“- und „Tafiti“-Bücher: „Wir müssen helfen, auch wenn sonst niemand mitzieht. Weil die anderen ohne unsere Hilfe verloren sind. Wir sprechen hier von Kindern, die ohne Bildung und unter den widrigsten Umständen in Moria dahinvegetieren.“

Maike Harel, Autorin u.a. von "Monty, Castor und der Findelfuchs": „In Deutschland hoffen wir, dass jedes Kind mit einer schönen Gute-Nacht-Geschichte ins Bett gehen kann. Aber mitten in Europa haben die Kinder in Moria weder vernünftige Betten, noch ein richtiges Dach über dem Kopf – und nun haben sie gar nichts mehr. Dass wir solche Zustände zulassen, ist für uns alle beschämend."

Laura Lichtblau, Autorin u.a. von „Schwarzpulver“: „Ich beteilige mich an dieser Aktion, weil die Zustände in den Flüchtlingscamps unhaltbar sind. Unsere Regierung muss endlich handeln und mehr Geflüchtete in Deutschland aufnehmen. Es hätte längst passieren müssen, nach dem Brand im Flüchtlingscamp Moria eilt es aber umso mehr."

Rike Reiniger, Autorin u.a. von „Wolfsliebe“: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wenn das nicht für die Schwächsten gilt, haben wir unsere Werte verloren.“ 

Martin Verg, ehemaliger Chefredakteur von „GEOlino“, wird aus dem von ihm herausgegebenen und mitverfassten Buch „Gestern war noch Krieg. Die Zeit um 1945 in Erzählungen und Sachtexten" lesen: „Können wir bitte endlich aus der Geschichte lernen? Auch Deutsche waren schon Opfer von Flucht und Vertreibung, 14 Millionen mussten nach dem Krieg ihre Heimat verlassen. Auch die brauchten Hilfe – und haben sie zum Glück bekommen.“

Es werden lesen:

  • Julia Boehme aus „Tafiti und das große Feuer“
  • Beate Dölling aus „Der Sommer, in dem wir alle über Bord gingen“
  • Maike Harel aus „Monty, Castor und der Findelfuchs“
  • Laura Lichtblau aus „Kamilla – Große Aufregung in Meisenhüttenstadt“
  • Rike Reiniger aus "Wolfsliebe"
  • Martin Verg aus „Gestern war noch Krieg. Die Zeit um 1945 in Erzählungen und Sachtexten"
  • Helin (14) aus einer Kurzgeschichte

Die Lesung ist geeignet für Kinder ab 10 Jahre, der erste Teil auch für Jüngere. Organisiert wird die Aktion von der Initiative „Eltern ohne Grenzen“ und den NaturFreunden Berlin. Die Lesung ist angemeldet, und es werden die Hygienevorschriften und Abstände eingehalten. Bitte eine Maske mitbringen.







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