Hamburg Airport: Turkish Airlines Check-in blockiert. Protest gegen Krieg.


Bildmontage: HF

25.10.19
BewegungenBewegungen, Internationales, Hamburg, TopNews 

 

Von IL Hamburg

Mehr als 30 Aktivitist*innen von Riseup4Rojava und der Interventionistischen Linken haben heute ab 16.30 Uhr den Check-In des Fluges TK 1664 der halbstaatlichen Turkish Airlines von Hamburg nach Istanbul blockiert. Vor den Schaltern wurden Transparente gegen den Krieg entrollt.

Eine ähnliche Aktion hat heute Mittag bereits am Frankfurter Flughafen stattgefunden.

https://twitter.com/iLfrankfurt/status/1187680891155439616

Mit dieser Aktion protestieren die Aktivist*innen gegen den Angriffskrieg der Türkei gegen Nordostsyrien (Rojava) und fordern wirksame wirtschaftliche Sanktionen gegen den Aggressor Türkei.

„Die Invasion der türkischen Streitkräfte und der mit ihnen verbündeten dschihadistischen Milizen in Nordsyrien ist ein Angriffskrieg, und ein offener Bruch des Völkerrechts. Hunderte sind bereits getötet worden, Tausende verletzt und Hunderttausende auf der Flucht. Jeder Tag, an dem statt tatsächlichem Druck und wirksamer Sanktionen, nur Alibi-Erklärungen abgegeben werden, ist ein Tag, an dem das Morden weitergeht. Wir fordern daher nicht nur ein sofortiges Ende jeder Militär- und Sicherheitszusammenarbeit mit der Türkei, sondern harte Wirtschaftssanktionen, die die Türkei tatsächlich treffen.“, erklärt Christoph Kleine von der Interventionistischen Linken den Hintergrund der Aktion.

Bei diesem schmutzigen Krieg stünden deutsche Panzer und anderes Militärgerät an vorderster Front.

„Rheinmetall, Mercedes-Benz und viele weitere deutsche Firmen haben die Waffen geliefert – mit dem Wissen und der Billigung der jeweiligen Bundesregierung. Angesichts dieser besonderen Verantwortung und Mittäterschaft Deutschlands reichen jetzt verbale Verurteilungen und wirkungslose, löcherige Einschränkungen künftiger Waffenlieferungen nicht aus.“, so Kleine weiter.

Turkish Airlines sei eine halbstaatliche Fluggesellschaft, die eng mit dem Erdogan-Regime in der Türkei verbunden sei.

„Ein Kriegsland ist kein Urlaubsland und solange die Bundesregierung den türkischen Airlines nicht die Start- und Landerechte entzieht, wie es als Teil wirksamer Sanktionen längst überfällig wäre, nehmen wir dies nun selbst in die Hand.“, so Kleine abschließend.







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