Wächter für die Pressefreiheit weltweit


Foto: Patrick Bradatsch, Free Assange Committee Germany

16.07.19
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Von  Free Assange Committee Germany

Aus der weltweiten Aktion für Julian Assange „Candles4Assange“ entwickelt sich eine neue Kampagne. Sie heißt „Eternal Flame“, auf Deutsch „Ewige Flamme“. Während einer Mahnwache schützt ein*e Wächter*in vor verschiedenen US Botschaften bzw. US Konsulaten weltweit die „Ewige Flamme“ der Pressefreiheit, in Form einer brennenden Kerze im Glas. An verschiedenen Wochentagen und weltweit auf verschiedenen Kontinenten läuft die Aktion „Eternal Flame“.  Die ursprüngliche Idee der Aktion „Candles4Assange“ stammt aus Wellington, Neuseeland. Zum Geburtstag des politisch verfolgten Journalisten am 03. Juli machten die Neuseeländer*innen damit aufmerksam auf das Schicksal Assanges, und dem mit ihm untrennbar verbundenen Schicksal der Pressefreiheit. International schlossen sich der Aktion rasch diverse Unterstützer*innen-Gruppen und auch Einzelpersonen an, die Aktion nahm enorm an Fahrt auf und es entwickelte sich eine kraftvolle Dynamik[1]. Diese Bewegung soll nun mit der „Eternal Flame“ fortgeführt werden.

In Berlin wird immer mittwochs wöchentlich von 18 bis 24 Uhr die „Ewige Flamme“ der Pressefreiheit vor der US Botschaft bewacht. Zur ersten Schutzwache war der Wächter anfangs allein, später gesellte sich eine Wächterin hinzu. Beide waren ruhig und freundlich. In Mexiko fand am Freitag, 12.07.2019 die nächste „Eternal Flame“-Wache statt.

Für die nächste Woche kündigen sich bereits vier Wächter*innen in Berlin an. Auch in der Landeshauptstadt Düsseldorf hält das Free Assange Committee Germany die Mahnwache „Eternal Flame“ am Mittwoch, 17.07.2019 von 17 bis 22 Uhr vor dem US Konsulat am Bertha-von-Suttner-Platz. 

Das Free Assange Committee Germany fordert die sofortige und bedingungslose Freiheit von Julian Assange. Er hat kein Verbrechen begangen, außer die Wahrheit offenzulegen, unter anderem über die Kriegsverbrechen und weitere Vergehen der US Regierung. Deshalb ist er seit über sieben Jahren willkürlich  inhaftiert. In der ecuadorianischen Botschaft musste er auf 20 Quadratmetern leben, ohne Möglichkeit zur körperlichen Bewegung, ohne frische Luft, ohne Sonnenlicht. Bis heute muss er seit fast 10 Jahren täglich um sein Leben fürchten. Ab dem sechsten Jahr seiner Haft in der Botschaft Ecuadors durfte er keine Besuche empfangen, sein Zugang zum Internet wurde ihm gesperrt, sein Bett weggenommen, seine Heizung abgestellt usw. Auch sein Rasierzeug wurde ihm weggenommen. Seit April 2019 ist er von der britischen Regierung in ein Hochsicherheitsgefängnis verschleppt worden, seit Mai liegt er dort auf der Krankenstation. Die UN hat festgestellt, dass Julian Assange bereits seit Jahren massivster psychologischer Folter ausgesetzt ist und fordert seine sofortige Freilassung.

Einen ganz leichten Eindruck, wie sich Julian Assange fühlen muss, erhalten seine Unterstützer*innen immer wieder. Vor kurzem hat Twitter den Account der internationalen Unterstützungsgruppe Unity4J gesperrt. Ein Mitglied der Gruppe vermutet: „Wahrscheinlich wegen Unterstützung von Julian Assange. Ich vermute mal der Account hat zu viel Aufmerksamkeit für die Folterung von gerechten Menschen geschaffen.“ Auf Facebook werden immer wieder Beiträge zu Assange gesperrt und zensiert, ohne ersichtlichen Grund.

Das Free Assange Committee Germany hofft auf eine friedliche Mahnwache am 17.07.2019. Interessierte und weitere Unterstützer*innen sind herzlich willkommen.

 

Free Assange Committee Germany: www.facebook.com/Free-Assange-Committee-Germany-296800261268837/

 


[1]          Anmerkung: Ein Video der Geburtstags-Aktion Candles4Assange gibt es hier:                                                                                             

            Candles4Assange Birthday Vigil SINGALONG - 62 CITY Compilation                                                                          https://www.youtube.com/watch?v=dlVmxHmMvow    







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