FRIEDENSRADFAHRT VERDUN - RAMSTEIN GESTARTET


Bildmontage: HF

31.08.15
BewegungenBewegungen, Internationales, Saarland 

 

Von FriedensNetz Saar

Enger Zusammenhang zwischen Kriegen und Flucht

Die diesjährige Friedensradfahrt Verdun – Ramstein ist gestartet. Konni Schmidt, Organisator der Tour vom Verein „Bike for peace and new energies“ verwies beim Start in Verdun auf den engen Zusammenhang von Krieg und Flucht. „Die Flüchtlinge, die nun zu Zehntausenden nach Europa kommen, fliehen zu eine großen Teil direkt oder indirekt vor den Kriegen, die die westliche Staaten vom Zaun gebrochen hat und die zu einem großen Teil mit Waffen „Made in Germany“ geführt werden.“

Vom 29. August bis 4. September 2015 radeln FahrerInnen aus Ost und West für den Frieden.

70 Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Krieg, 70 Jahre nach den Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki suchen sich die FriedensradfahrerInnen unter dem Motto "Bike for Peace and New Energies" den Ort der Schlacht des ersten Weltkriegs bewusst als Startort. Angesichts eines neuen Kalten Krieges zwischen Ost und West, von eskalierenden Kriegen weltweit und einer Rekordzahl von Flüchtlingen fordern sie: Dem Frieden eine Chance – Verhandeln statt Schießen – Für ein System gemeinsamer Sicherheit in Europa und ein gerechtes und ökologisch verantwortbares Weltwirtschaftssystem.

Über Esch und Cattenom führt ihr Weg am 1. September nach Trier. Dort findet zum Antikriegstag ab 16 Uhr eine Kundgebung auf dem Kornmarkt statt. Am nächsten Tag geht es weiter ins Saarland. Erste Station ist Saarwellingen, wo die Radfahrer einer Einladung der dortigen Pax Christi-Gruppe und der Kunstgalerie "KulturOrt" von Mario Andruet folgen. Nachdem wir vom Bürgermeister Michael Philippi begrüßt werden, wird es am Mittwochabend (2.09.15) ab 20 Uhr ein Friedensfest für alle interessierten Bürger/innen in der Galerie Mario Andruet geben. Gemeinsam mit Flüchtlingen werden internationale Friedenslieder dargeboten, die auch zum Mitsingen einladen.

Am Donnerstagmorgen werden die Teilnehmer/innen in Saarlouis zur Graf-Werder-Kaserne fahren, um gegen die Auslandseinsätze der Bundeswehr zu demonstrieren. Weiter geht es zu einem kurzen Stopp am Weltkulturerbe Völklinger Hütte und nach Saarbrücken.

In der Landeshauptstadt sind ein Besuch im Rathaus und eine Kundgebung am St. Johanner Markt ab 15:30 Uhr geplant.

Die letzte Etappe führt die Radfahrerinnen nach Ramstein zur Air Base. Sie gedenken dort auch der vielen Opfer, die die Flugtagkatastrophe vor 27 Jahren gefordert hat.

Alexander Ullrich, MdB, wird die Friedensradfahrt dort begrüßen. Ullrich mahnt, dass auch heute noch von der Air Base Gefahren, Umweltbelastungen und eine enorme Beeinträchtigung der Anwohner durch den Fluglärm von über 40.000 Starts und Landungen ausgeht. "Dass jetzt die Air base als Steuerungszentrum für den Einsatz von völkerrechtswidrigen Drohnen und als Kommandozentrum für die aktuelle Aufrüstungsrunde unter dem Titel 'Raketenschirm' weiter ausgebaut wird, muss uns alle aufrütteln. Die Bundesregierung muss hier Einhalt gebieten" so der Bundestagsabgeordnete und engagierte Metall-Gewerkschafter. Am Abend des letzten Tages der 400-km-Fahrradtour für den Frieden werden die Hobby-SportlerInnen im Naturfreundehaus Finsterbrunnerthal in Kaiserslautern - noch lange nicht müde - dem Konzert der afrikanischen Sängerin EFE lauschen und "abtanzen".

Näheres unter www.bikeforpeace.net







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