AktivistInnen des Autonomen Zentrums unterschreiben Nutzungsvertrag mit der Stadt


Bild: AZ Köln

24.10.14
BewegungenBewegungen, NRW, Köln 

 

Von AktivistInnen des AZ Köln

 

Aktive der Initiative für ein Autonomes Zentrum (AZ) haben heute einen Vierjahresvertrag mit der Stadt Köln über die Nutzung des leerstehenden Gebäudes in der Luxemburger Straße 93 abgeschlossen. Die ehemaligen BesetzerInnen der KHD-Kantine in Kalk schaffen damit erneut einen Ort für nicht-kommerzielle Kunst, Kultur und Politik. Ende des Jahres soll der Umzug beginnen.

 

„Auch das neue AZ wird ein Ort lebendiger politischer Bewegungen sein. Wir haben uns diesen Raum erkämpft, um eine langfristige Alternative zur kommerziellen Kultur in der Stadt zu schaffen.“, so Mischa Thalberg, die sich seit Jahren im AZ engagiert. Neben politischen und kulturellen Veranstaltungen soll es wieder Räume für Musik, Kunst und Sport, Holz- und Fahrradwerkstätten sowie Arbeitsräume für selbstorganisierte Initiativen geben.

Trotz der vertraglichen Einigung üben die AktivistInnen weiterhin scharfe Kritik an der Kölner Stadtpolitik: „MieterInnen werden aus ihren Wohnungen verdrängt, Studierende schlafen in Notunterkünften und Jugendzentren werden kaputt gespart. Zusätzlich wurden unserem selbstverwalteten Projekt in der Vergangenheit massiv Steine in den Weg gelegt, obwohl sich das AZ seit Jahren selbst trägt und der Stadt keinerlei Kosten entstehen“, so Thalberg. Für die AktivistInnen ist klar: Sie werden das AZ erst wieder verlassen, wenn ihnen die Stadt Köln ein geeignetes Gebäude ohne Nutzungsfrist anbietet.

Dem Vertragsabschluss geht eine lange Auseinandersetzung um ein selbstverwaltetes Zentrum in Köln voraus. Das Auslaufen des Nutzungsvertrags der ehemals besetzten KHD-Kantine in Köln-Kalk und die fehlenden Alternativangebote der Stadt hatten letztes Jahr spektakuläre Proteste ausgelöst. Nach langen Verhandlungen stellte die Stadt den AktivistInnen schließlich das Gebäude an der Luxemburger Straße  zur Verfügung und bot bis zum Einzug vorübergehend Räume am Eifelwall an. Bis zum Umzug müssen die AktivistInnen nun zahlreiche Sanierungsarbeiten durchführen sowie Brandschutzauflagen erfüllen.


Aktuelle Informationen und Hintergrundberichte finden Sie auf:

www.az-koeln.org







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