Wider den Wachstumszwang – Für Klima- und Artenschutz!


24.05.19
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Von Robin Wood

ROBIN WOOD-Aktivist*innen entrollen während Fridays for Future-Demo Protestbanner an Kaufhaus in Leipzig

Zur Unterstützung der „Fridays for Future“-Proteste haben ROBIN WOOD-Aktivist*innen heute am Richard-Wagner-Platz in Leipzig ein großes Banner mit der Aufschrift „Hopp – Hopp – Hopp, Wachstum STOP! - von den Höfen am Brühl entrollt. In Sichtweite demonstrieren tausende Schüler*innen und Unterstützer*innen. Heute finden weltweit „Fridays for Future“-Streiks  statt, um die Politik zum entschlossenen Handeln gegen die Klimakrise zu bewegen.

„Mit unserer Kletteraktion stellen wir uns hinter die Klima-Proteste der jungen Menschen, deren Zukunft ebenso auf dem Spiel steht wie die der nachfolgenden Generationen. Die globalen Fridays for Future-Demonstrationen sind nur der erste Schritt, aber ein großer und wichtiger!“, sagt Eliane Blauth von ROBIN WOOD Leipzig. „Wir müssen unsere Vorstellung von Wohlstand und Wirtschaftswachstum  grundlegend in Frage stellen, um die globalen Probleme zu lösen."

Zusätzlich zur Klimakrise droht ein massives Artensterben. Laut einem aktuellen UN-Bericht sind 25 Prozent der Säugetierarten und 40 Prozent der Amphibienarten vom Aussterben bedroht. Dies hängt zum großen Teil mit der industriellen Landwirtschaft zusammen als auch mit der vom Menschen erzeugten Klimaerwärmung. Klimakrise und Artensterben werden durch den aktuell vorherrschenden Zwang zu stetigem Wirtschaftswachstum beschleunigt.

„Bundesumweltministerin Svenja Schulze forderte kürzlich per Twitter, wir müssten alles Menschenmögliche tun, um das Artensterben aufzuhalten.

Doch die vorgeschlagenen Maßnahmen sind bei weitem nicht ausreichend.

Die Einführung einer niedrigen CO2-Steuer, die es in einigen europäischen Ländern schon gibt, ist ungenügend und kann obendrein soziale Ungerechtigkeiten verschärfen. Die Strukturen des Wirtschaftens, die uns zu dieser Krise geführt haben, müssen verändert werden, und zwar gemeinsam, nicht vereinzelt – international gedacht, nicht in Grenzen!“, so Klimaaktivist Jonathan Schultz von ROBIN WOOD.

Die UN-Wissenschaftler*innen des IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) fordern als wesentlichen Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung „ein globales Finanz- und Wirtschaftssystem, welches sich vom derzeitigen Paradigma des Wirtschaftswachstums abwendet“. Ungleichheiten müssen verringert, Verschmutzung und Verschwendung reduziert werden. Wirtschaftliche Entscheidungen müssen endlich auf der Grundlage von Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit getroffen werden - von der lokalen bis zur globalen Ebene. Dies bedeutet auch, dass Wirtschaftsindikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt, welches vor allem Wachstum fokussiert, grundlegend zu überarbeiten sind.








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