G20: Zeit zu handeln – gemeinsam und vielfältig


Bildmontage: HF

03.04.17
BewegungenBewegungen, Hamburg 

 

Von Vorbereitungskreis der zweiten G20-Aktionskonferenz Hamburg

Internationale Aktionskonferenz am Wochenende im Ballsaal des FC St. Pauli

Samstag und Sonntag, 8. und 9. April (11-19 und 10-15 Uhr) Ballsaal im Millerntor-Stadion (FC St. Pauli), Heiligengeistfeld 1, Hamburg

Time to act – united and diverse. Auf Deutsch: Zeit zu handeln – gemeinsam und vielfältig. Unter diesem Motto kommen am Wochenende mehrere hundert Aktivistinnen und Aktivisten zur zweiten internationalen G20-Aktionskonferenz im Millerntor-Stadion in Hamburg-St. Pauli zusammen. Gemeinsam wollen sie Gegenaktivitäten zum G20-Gipfel im Juli in Hamburg planen und ihre vielfältigen Proteste vernetzen.

Aktive aus ganz Deutschland – darunter viele Hamburgerinnen und Hamburger – und aus vielen anderen Ländern werden ihre Planungen vorantreiben und über die Großdemonstration, den Solidaritätsgipfel, den Aktionstag sowie über die antkapitalistische Vorabenddemo im Juli diskutieren. Die Konferenz bietet dabei Raum für alle Protestaktionen, die sich solidarisch aufeinander beziehen. Vorgestellt werden etwa Blockaden der Hafenlogistik von klimaschädlicher Infrastruktur und an der Roten Zone Innenstadt sowie die Initiative von Jugendlichen für einen hamburgweiten Bildungsstreik. Das Kulturprogramm und ein Camp für Gipfelgegnerinnen und -gegner werden ebenso konkretisiert wie für die Anreise aus Süddeutschland geplante Sonderzüge.

Mit der Aktionskonferenz beginnt zugleich die aktionistische Phase der G20-Mobilisierung: Am Samstagabend ziehen die Teilnehmenden in einer ersten Demonstration vom Stadion bis zum Ort des G20-Treffens an den Messehallen. Am Sonntag bereiten sie sich mit Aktionstrainings auf die Proteste im Juli vor.

"In den letzten Tagen ist viel über Gewalt gesprochen worden. Was wir wirklich planen, ist ein bunter Blumenstrauß aus Protest: Wir demonstrieren, wir blockieren, wir erobern unsere Stadt. Unsere Aktionsformen sind vielfältig und wir halten zusammen - gegen die Grenzen, Mauern und Profitlogik der G20. Denn Hamburg will den Gipfel nicht", sagt Emily Laquer für die Interventionistische Linke.

"Gemeinsam wollen wir einen hamburgweiten Bildungsstreik organisieren und unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen", sagt Laura Kröger vom Bündnis "Jugend gegen G20".

"Der Hamburger Hafen war schon immer Drehscheibe eines weltweiten Ausbeutungsregimes. Mit einer Kundgebung und Demo am Vorabend des Gipfels wollen wir Bezüge zu den Kämpfen des 'globalen Südens' herstellen und deren Aktivistinnen und Aktivisten eine Bühne bieten. Wir sind Teil einer umfassenden spektrenübergreifenden Mobilisierung. 

Mit vielfältigem, massenhaftem und unberechenbarem Widerstand wird der reibungslose Ablauf der Gipfelinszenierung gestört werden", so Paul Petersen, Vertreter der Initiative Kundgebung am Fischmarkt.

"Wir wollen gemeinsam mit vielen Menschen massenhaft gegen die Logik des Kapitals vorgehen", sagt Timon Simons vom ...ums Ganze!-Bündnis. 

"Denn eine Welt, die nach den Regeln des Kapitalismus eingerichtet ist, bietet nie eine emanzipatorische Perspektive."

"Ebensowenig lässt sich der Klimawandel in diesem System stoppen, weil es auf permanente Expansion auf einem begrenzten Planeten festgelegt ist", fügt Jenny Meier von der NoG20 Klimaaktion hinzu.

Christian Blank von Attac ergänzt: "Wenn sich die Antreiber und Verursacher der Krisen dieser Welt versammeln, müssen wir dagegenhalten. Wo Merkel, May und Co. sich mit Trump, Erdogan und Konsorten an einen Tisch setzen, ist es an uns, den solidarischen Pol der Gesellschaft sichtbar zu machen und für globale Gerechtigkeit einzustehen. Das werden wir in Hamburg tun – bei Demos, Diskussionen und vielfältigen Aktionen."

Initiativen aus St.Pauli stellen Räume zur Verfügung

Neben dem zentralen Ballsaal des Stadions stellen auch das Gängeviertel, das Centro Sociale, der Fanladen, die Rote Flora und weitere Initiativen aus dem ganzen Hamburger Stadtteil St. Pauli ihre Räume für Workshops zur Verfügung.

Maarten Thiele vom FC-St.Pauli-Fanprojekt Zeckensalon: Auf St. Pauli haben wir eine lange Tradition widerständiger Praktiken. Anwohnerinnen und Anwohner, Fans, Aktivistinnen und Aktivisten von nah und fern werden gemeinsam den G20 zeigen, dass sie hier nicht willkommen sind."

Außer bundesweiten Organisationen wie Attac, dem ...ums Ganze!-Bündnis und der Interventionistischen Linken laden auch das Hamburger "Netzwerk Recht auf Stadt" sowie Gruppen aus der Fanszene des FC St. Pauli und ein Bündnis Autonomer Gruppen zur Aktionskonferenz ein.

 

Weitere Informationen: 

https://g20hamburg.org/de/aktionskonferenzen







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