Kriegerweihe und Heuchelei zum Weltfriedenstag


Bildmontage: HF

13.01.12
BewegungenBewegungen, Köln, NRW 

 

von Hans-Peter Keul

35. Soldatengottesdienst im hohen Dom zu Köln

Wieder einmal lud der zelebrierende Kardinal Meisner zum internationalen Soldatengottesdienst ein. Damit wurde die unheilige Alianz von Thron und Altar, die sein dem römischen Kaiser Konstantin die abendländische Christenheit beglückt in bedrückend-bedrohlicher Weise fortgesetzt.

Die Bundeswehr ist seit nunmehr zehn Jahren in Afghanistan im Einsatz und es ist kein Zeichen von wirklichem Frieden und stabilen Verhältnissen in diesem Land erkennbar. Im Gegenteil werden die westlichen Truppen (ca. 100.000 Personen stark) mehr denn je wirkliche Besatzer angesehen. Mit ca. 4.000 Soldaten ist die Bundeswehr in Afghanistan vor Ort und damit ist es der zahlenmäßig stärkste Bundeswehreinsatz im Ausland.

Er hat zwar ein NATO-Mandat – aber ist kein wirklicher NATO-Verteidigungsfall – sondern eher der weltweite Kreuzzug gegen den islamischen Terrorismus in der Gestalt von Osama Bin Laden bzw. seinen heutigen Nachfolgern in der Form von Al Kaida und den Taliban.

Er verstößt gegen das Völkerrecht und gegen das Verbot eines Angriffskrieges im Grundgesetz. Er hat viele Soldatenleben gekostet und wird noch weitere kosten. Er hat viele Soldaten zu körperlichen oder psychischen Krüppeln gemacht, die nicht mehr in der Lage sind ein normales Leben zu führen.

Mit seiner Segnung der ca. 1.500 NATO-Soldaten in Anwesenheit des evangelischen Verteidigungsministers setzt sich furchtbare Geschichte fort.

Etwa 40 Gegendemonstranten, des 'Friedensforum Köln', 'Pax-An', 'Bundeswehr weggetreten' und der 'Freidenker' versuchten durch Transparente und in Sprechchören auf dieses üble Schauspiel aufmerksam zu machen.

So wenige Demonstranten es auch waren, es ist klar, dass Niemand übersehen konnte, dass die Mehrheit der Bevölkerung die weltweiten NATO-Einsätze und insbeondere den Krieg in Afghanistan ablehnt.    
Daran konnte auch die Entzündung der Friedenskerze im hohen Dom zu Köln nichts ändern









VON: HANS-PETER KEUL






<< Zurück