Marsch der Empörten

05.10.11
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von Horst Schnitzler

Friedlicher Marsch der Empörten zur ersten europäischen Bürgerversammlung (European People's General Assembly) am 15. Oktober 2011 in Brüssel. –
Deutsche Empörte starten am 7. Oktober in Aachen.

Liebe FreundInnen, liebe Interessierte,

nächsten Freitag startet in Aachen die deutsche Wandergruppe, die sich mit vielen Menschen aus ganz Europa zur ersten europäischen Vollversammlung in Brüssel vor dem EU-Parlament trifft, um ein neues Demokratiekonzept von unten zu entwickeln, Forderungen zu formulieren und sich basisdemokratisch zu organisieren.

Zwei Forderungen lauten:
„echte Demokratie jetzt“ und
„Rettungsschirm für Menschen statt für Banken!“

In sieben Etappen über Holland und Belgien geht es von Aachen aus zu Fuß auf den Weg nach Brüssel zur „ersten europäischen Vollversammlung“ der Empörten. Dort werden sie eine Woche später am 15.10. auf Menschen aus ganz Europa treffen, um gemeinsam globale Änderungen zu initiieren. Sie wollen friedlich demonstrieren, sich besprechen und organisieren, zum Erreichen gemeinsamer Ziele.
Sie sagen:

Es ist Zeit für uns, sich zu vereinigen.
Es ist Zeit für die Herrschaften, zuzuhören.

Am nächsten Freitag, 7.10. findet in der Zeit von 12:30 – 13:30 Uhr auf dem Aachener Marktplatz die Auftaktveranstaltung statt.

Darauf folgt ein kurzer Demonstrationszug Richtung Niederlande, bis sich die deutschen Teilnehmer des „March to Brussels“ allein auf den Fußweg nach Brüssel machen.

Wir laden euch herzlich ein, unsere Auftaktveranstaltung und den Deutschlandstart in Aachen zu besuchen und die Wandergruppe (zumindest symbolisch) ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten. Mitwandern bis Brüssel ist natürlich ausdrücklich erwünscht.

15.10.: United for global change – vereint für einen weltweiten Wandel! Deutschlandstart 7.10. in Aachen


Am 15. Oktober werden Leute aus aller Welt auf die Straßen und Plätze gehen. Von Amerika bis Asien, von Afrika bis Europa, stehen die Menschen auf, um ihre Rechte und eine echte Demokratie einzufordern. Jetzt ist es Zeit für uns alle, sich einem globalen friedlichen Protest anzuschließen.

Vereinigt zu einer Stimme werden wir den Politiker und den Finanzeliten, denen sie dienen, deutlich machen, dass die Zeit gekommen ist, über unsere Zukunft selbst zu entscheiden. Menschen sind keine Ware oder Spekulationsmasse in den Händen von Politikern und Bankiers, die schon lange nicht mehr den Willen der Bevölkerung repräsentieren.

Am 15. Oktober werden sich Menschen weltweit auf den Straßen treffen, um die globale Änderung zu initiieren, die sie wollen. Wir werden friedlich demonstrieren, sprechen und uns organisieren, zum Erreichen gemeinsamer Ziele. Es ist Zeit für uns, sich zu vereinigen. Es ist Zeit für die Herrschaften, zuzuhören.

Wir haben genug von den Sprechblasen der Politiker, die uns – die Bevölkerung – schamlos an die Finanzelite verkaufen. Wir wollen nicht länger die Gürtel enger schnallen; nicht unsere und auch nicht die der Nachbarn! Stattdessen muss der Reichtum zurück verteilt werden.

Uns reicht es, werte Parteipolitiker und Herrschaften der Wirtschaftselite! Schluss mit der Selbstbedienungsmentalität der Politiker!
Schluss mit der heimlichen Regierung der Chef-Lobbyisten finanzstarker Banken und Konzerne!

Die Plutokratie muss beendet werden!

Wir appellieren an unsere Freundinnen und Freunde, Nachbarn, Kollegen: Sorgt mit uns für ein Ende der kranken und krankmachenden Herrschaft der Geldkrieger!

Stoppt die Politiker, die dies ermöglichten und weiterhin ermöglichen!
Für eine menschenwürdige Zukunft aller Menschen!

Mit diesen Forderungen und unserem Protest treffen wir uns am 7. Oktober in Aachen, um von dort zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Auto, mit Bus und Bahn aufzubrechen und uns mit engagierten Menschen aus ganz Europa am 15. Oktober 2011 in Brüssel zur ersten europäischen Bürgerversammlung zu treffen.

Gemeinsames Ziel ist, eine neue Form der Demokratie zu erarbeiten.
In Spanien hat der Sternmarsch bereits im Juni begonnen. Dezentral brachen verschiedene Gruppen aus ganz Spanien auf, um sich alle am 23. Juli in Madrid zu vereinen. Unsere Empörung kennt keine Grenzen und hat oft dieselben Ursprünge. Somit lag es nahe, die Idee des Marsches weiter zu tragen.

Seit Juli sind weitere internationale Gruppen auf dem Weg nach Brüssel zum EU-Parlament, um den Parlamentariern die Empörung über ihre wenig demokratische „Politik nach Gutsherrenart“ zu verdeutlichen. In der europäischen Vollversammlung am 15. Oktober werden wir Informationen austauschen und Modelle neuer politischer Beteiligung sowie neuer Strukturen diskutieren.

Wir werden in Brüssel Forderungen entwickeln, die wir an die EU-Parlamentarier ebenso wie an die Parteien der EU-Länder richten. Dabei wird u. a. das Ziel verfolgt, politische Entscheidungen in die Hände der Menschen zu geben. Basisdemokratische Strukturen in sämtlichen politischen Gremien müssen bei allen politischen Beschlüssen höchste Priorität erhalten ebenso wie Aspekte eines menschlichen gesellschaftlichen Miteinanders.

Einige unserer Leitsätze:

  • Die Bewegung gehört nur sich selbst. Wir sind Träger des Gedankens dieses Marsches. Die Empörten tragen diesen Gedanken. Die Empörten sind alle Bürger Europas. Die Empörten bewegen sich zusammen und gemeinsam zur Hauptstadt unserer europäischen Gemeinschaft.
  • Allen, die sich dafür einsetzen, die Idee von Freiheit, Gleichheit und friedlicher Solidarität auf den Weg zu bringen, gebührt unser ausdrücklicher Dank! Zeigen wir allen, dass die Stunde der Menschen in Europa angebrochen ist, dass wir konkrete Ideen haben, die wir geltend machen.
  • Sprecht miteinander, kommuniziert! Tragt den Gedanken des ersten europäischen Marsches der Empörten weiter.
  • Wir solidarisieren uns mit den Menschen, die von überall her aufbrechen, um nach Brüssel zu gehen. Spanier, Portugiesen, Iren, Italiener und Griechen – ihr könnt auf uns zählen. Gemeinsam tragen wir unsere Empörung nach Brüssel!

In Island wird gerade unter Beteiligung der Bevölkerung eine neue Verfassung verabschiedet. Das Prinzip ist das des "crowd-sourcings", der Sammlung und Entwicklung intelligenter Ideen. Jeder Bürger ist aufgerufen, sich daran zu beteiligen – in offenen Verfahren, die insbesondere über Mittel des Internets kommuniziert werden.
Island zählt als Vorbild, wie es besser gehen kann.
Wir wollen uns gemeinsam mit unseren FreundInnen aus allen Ländern Europas stark machen und dafür Sorge tragen, schnellstmöglich den Finanzmarkt-Wahnsinn einer kleinen noch die Politik bestimmenden Minderheit zu stoppen.
Echte Demokratie jetzt – für eine lebenswerte und liebenswerte Zukunft aller!
Ob in Berlin, Brüssel, Barcelona oder Aachen – let's get loud for true democracy! – Lasst uns laut werden für echte Demokratie!





VON: HORST SCHNITZLER






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