Alles dreht sich „Rund um das Schwein“ in Rheda


Foto: Vier Pfoten

24.08.17
BewegungenBewegungen, Wirtschaft, Umwelt, NRW, OWL 

 

Von Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung

Bereits am kommenden Samstag, dem 26. August 2017, ist das „Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung“ erneut in Rheda-Wiedenbrück präsent. Von 10 bis 14 Uhr können alle an der Ecke Großer Wall/Neuer Wall an dem Quiz „Rund um das Schwein“ teilnehmen. Ein Glücksrad und zahlreiche Preise winken. Außerdem sind prominente Interviewpartner eingeladen.

Schon am letzten Samstag überraschte das Bündnis mit dem Auftritt von Clemens Tönnies und Landrat Sven-Georg Adenauer. Wenn auch nur als Maske und improvisiert, war die Aussage deutlich. Ein Konzern hält die Politik an der Leine, während er Mensch, Tier und Umwelt mit Füssen tritt. Wie so oft scheint das kurzzeitige Profitinteresse eines Konzerns wichtiger zu sein als eine nachhaltige ökonomische, ökologische und soziale Entwicklung.

Rheda-Wiedenbrück ist stark abhängig von den Gewerbesteuern der Firma Tönnies. Nach dem Schwinden der Holz- und Textilindustrie wurde aufs Fleisch gesetzt. Es gab kein langfristiges Konzept. Das rächt sich jetzt.

Arbeitsplätze um jeden Preis, auch darum ging es. Die Qualität der Arbeitsplätze spielte keine Rolle. Dank der Arbeit der „IG WerkFAIRträge“, aber auch der Mitarbeiter*innen von „Faire Mobilität“ und vieler anderer, kann heute niemand sagen, er hätte es nicht gewusst.

http://igwerkfairtraege.de/

http://www.faire-mobilitaet.de/

Ebenso unbestritten und bekannt sind die Auswirkungen auf die Umwelt. Vom Leiden der Tiere allerdings mag kaum jemand sprechen.

Den Verantwortlichen auf kommunaler Ebene ist allerdings zugute zu halten, dass ihren Handlungsmöglichkeiten enge Grenzen gesetzt sind. Dafür sorgt die Politik auf Landes- und Bundesebene, aber auch auf EU-Ebene. Leider sind Lobbyismus und Käuflichkeit dort mehr oder weniger stark ausgeprägt. Das Motto „Nach uns die Sintflut“ scheint zu siegen.

Umso wichtiger ist das Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Allein am letzten Samstag hat die Forderung „Nein zur Kapazitätserweiterung bei Tönnies“ in Rheda, Gütersloh und Bielefeld rund 250 neue Unterstützerinnen und Unterstützer gewonnen. Die online Petition nähert sich 9000 Unterschriften. https://www.change.org/p/nein-zur-kapazitätserweiterung-der-schlachtfabrik-tönnies-im-kreis-gütersloh

Ein größeres „Problem“ für die entscheidenden Stellen sind allerdings die bisher mehr als 80 Einwendungen. Anwohner*innen, Nachbar*innen aus dem ganzen Kreis, aber auch Tier- und Naturschutzorganisationen haben ihre Einwände geäußert und begründet. Noch bis zum 4. September können Einwendungen abgegeben werden. Tipps zu Einwendungen und manches mehr gibt es auf der Webseite des Bündnisses: www.buendnis-gegen-die-toennies-erweiterung.de

Das „Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung“ fordert von den Verantwortlichen in Stadt, Kreis und Regierungsbezirk, sich für die langfristigen Interessen der überwältigenden Mehrheit der Menschen hier einzusetzen. Das schließt eine Zustimmung zu der Kapazitätserweiterung aus!

Von den Parteien im Kreis erwartet das Bündnis eine klare Positionierung.

 

Weitere Aktionen des Bündnisses:

Mahnwache in Gütersloh am 09. September von 11:00 bis 13:00 Uhr am Berliner Platz

 

Link zu den Antragsunterlagen von Tönnies beim Kreis Gütersloh:

http://www.kreis-guetersloh.de/thema/020/sr_seiten/artikel/112180100000049670.php

Einwendungen sind zu richten an die Kreisverwaltung Gütersloh, Herzebrocker Straße 140, 33330 Gütersloh, Abt Bauen, Wohnen, Immissionen.

 

Alle Veranstaltungen des Bündnisses sind überparteilich. Unterstützer/innen sind herzlich willkommen. Wir distanzieren uns von rechten Parteien und von rassistischem Gedankengut.

Kontakt: 0171-2956706

 

„Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung“ Kreis Gütersloh







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