Gentrifizierung, soziale Ausgrenzung und Rassismus sind ein Thema in Berlin-Wedding!


Bündnis antikapitalistische Walpurgisnacht

01.05.12
BewegungenBewegungen, Berlin 

 

von Bündnis antikapitalistische Walpurgisnacht

Allen Unkenrufen und Kriminalisierungsver-suchen zum Trotz fanden sich über 5000 TeilnehmerInnen zur antikapitalistischen Walpurgisnacht-Demonstration im Wedding ein. Kraftvoll und lautstark zog sich der Demon-strationszug durch den Wedding. Dabei fand die Demonstration keine verschlossenen Türen, Tore und Fenster vor - wie von der Polizei im Vorfeld gewünscht.


Im Gegenteil: das Anliegen, auf steigende Mieten, soziale Ausgrenzung und Rassismus aufmerksam zu machen, stieß auf viel Anklang bei der lokalen Bevölkerung, die sich entweder auf den Bürgersteigen einfand, oder ihre Zustimmung von Balkonen und aus Fenstern kund tat.
 
Einziger Wehmutstropfen, der zur vorzeitigen Beendigung der ansonsten erfolgreichen Demonstration führte, war die zunehmende Polizeipräsenz gegen Ende der Route. Einerseits um die DemonstrantInnen vor einer möglichen Eskalation zu schützen, andererseits weil eine positive Öffentlichkeitswirksamkeit für die zu transportierenden Inhalte kaum noch durch ein drei Reihen starkes Polizeispalier herzustellen war, wurde die Veranstaltung vorzeitig beendet.

Anstatt die DemonstrantInnen dann ungehindert ihren Heimweg fortsetzen zu lassen, kesselte die Polizei sie ein und ließ ein Abfließen nicht zu. Ihren Höhepunkt erreichte diese Provokation danach durch das Räumen der Bürgersteige ohne Rücksicht auf AnwohnerInnen und BesucherInnen von Lokalitäten.

Erst nach mehrmaliger Intervention durch Anwesende konnte erreicht werden, dass alle Menschen, die sich gerade auf den Bürgersteigen befanden, nicht geschlossen mit der S-Bahn den Bezirk verlassen mussten, sondern ihren Abend fortsetzen konnten. Das Bündnis erwägt wegen dieses Vorfalls eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Polizei, da besagtes Vorgehen nicht nur an Nötigung grenzt, sondern dazu mit unverhältnismäßiger Härte umgesetzt wurde und die anwesenden BeamtenInnen auf keinerlei Einwände reagierten.
 
Das Vorbereitungsbündnis der antikapitalistischen Walpurgisnacht erklärt:
„Die Demonstration war trotzdem ein voller Erfolg. Wir danken allen TeilnehmerInnen und AnwohnerInnen für ihre Solidarität. Der heutige Abend bewies, dass das Anliegen der Veranstaltung ein guter Auftakt sowohl für den heutigen 1. Mai, als auch für kommende soziale Proteste gewesen ist. Dies macht uns Mut, auch weiterhin gegen gesellschaftliche Missstände solidarischen Widerstand zu organisieren. Lasst uns den 30. April zum Kampftag der MieterInnen machen! Wir garantieren jedenfalls: Wir lassen uns nicht vertreiben und kommen wieder!“

Weitere Informationen finden Sie auch unter:
http://walpurgisnacht.blogsport.eu

 


VON: BÜNDNIS ANTIKAPITALISTISCHE WALPURGISNACHT






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