Aufruf zum Weltfriedenstag


Bildmontage: HF

28.08.17
BewegungenBewegungen, Internationales, Brandenburg 

 

Von Friedenskoordination Potsdam gegen Militarismus, Nationalismus, Rassismus und Krieg

Freitag, 1. September 2017

78 Jahre nach Beginn und 72 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, der etwa 70 Mio. Tote forderte, sind Krieg und Gewalt weltweit erneut gegenwärtig.
Wir befinden uns gegenwärtig in einem neuen Zeitalter des Krieges, in dem es aktuell laut UNAngaben etwa 45 Kriegs- und Krisengebiete gibt, darunter Afghanistan, Irak, Jemen, Mali, Syrien, die Ukraine und Zentralafrika.

Deutsche Rüstungsexporte, gezielte Manöver an den NATO-Außengrenzen – insbesondere an der Grenze zu Russland – und der immer weiter voranschreitende Einsatz von Kampfdrohnen tragen verstärkt zur Aufrüstung und zur Eskalation in der Welt bei.

In Büchel (Rheinland-Pfalz) lagern nach wie vor gefährliche US-amerikanische Atomwaffen, die im Ernstfall auch von der Bundeswehr ausgeflogen werden.

Krieg und Gewalt, militärischer Aufrüstung, dem irrationalen fundamentalistischen Terrorismus und der derzeitigen Abschottungspolitik und Abschiebepraxis der EU treten wir entschieden entgegen.

Auch nationale Abschottung und Alleingänge und die Entwicklung einiger Staaten hin zu Autokratie und Diktatur sowie die damit verbundene militärische und wirtschaftliche Unterdrückung dürfen nicht geduldet werden.

Ein neuer „Kalter Krieg“ in Europa kann bei der derzeitigen Lage sehr schnell zu einem neuen „Heißen Krieg“ werden. Daher erheben wir unsere Stimme, um aus dem Kreislauf von aggressiver Aktion, Provokation und Reaktion herauszukommen.


Potsdam, die Stadt entgegengesetzter Traditionen, der religiösen Toleranz und des preußischen Militarismus, kann dabei ein positives Zeichen setzen.
Wir Potsdamerinnen und Potsdamer fordern daher von unseren Politikern, der Mäßigung und der Vernunft Einfluss zu verschaffen und den Weg der Gewalt und des Krieges zu verlassen.

Deshalb fordern wir heute zum Weltfriedenstag von unserer Regierung:

- die Beseitigung der wechselseitigen Drohpotenziale durch Manöver und neues Wettrüsten

- den Abbau von Kriegskapazitäten in Europa und weltweit (z. B. Atomwaffen und Drohnen)
- den sofortigen Stopp aller Rüstungsexporte in Konflikt- und Krisengebiete
- die sofortige Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr
- die Schaffung einer gemeinsamen Sicherheitsarchitektur unter Einbeziehung Russlands unter dem Dach der OSZE
- den sicheren und legalen Zugang für Flüchtlinge nach Europa und das Ende der Politik einer abgeschotteten „Festung Europa“
- die Suche nach einer friedlichen Lösung in der Auseinandersetzung mit der islamischen und arabischen Welt

Krieg und Gewalt dürfen nicht mehr länger Mittel der Politik sein!


Kundgebung


Redebeiträge – Musik – Rahmenprogramm
Freitag, 1. September 2017, 18.00 Uhr,
Platz der Einheit, Potsdam

 







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