Große Solidarität mit Gefangenen - Ökonom Nico Paech rechtfertigt Aufstand

17.04.22
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Von Letzte Generation

28 engagierte Bürger:innen sind weiterhin seit Donnerstag in Einzelzellen eingesperrt, weil sie sich für den Erhalt der Demokratie und unser aller Zukunft einsetzen.

Die Empörung über das Einsperren engagierter Bürger:innen über die Ostertage ist enorm. Hunderte Briefe wurden in Solidarität für die Menschen geschrieben, die sich unter Einsatz ihrer Freiheit gegen die unwiederbringliche Zerstörung einsetzen, die fossile Brennstoffe in der Welt anrichten. Die Polizei reichte diese Solidaritätsschreiben teilweise nicht weiter.

Der Rechtsanwalt Mathis Bönte findet die Reaktion des Amtsgerichtes überzogen:

“Ich habe den Eindruck, die Polizei und das Amtsgericht sperren die Menschen vor allem zur Abschreckung ein. Das hat mit dem Rechtsstaatsprinzip wenig zu tun.”

Nico Paech, führender Post-Wachstum-Ökonom, verteidigte gestern die Aktionen der Letzten Generation und erklärte sich solidarisch:

“Die Letzte Generation nimmt nur eine gesellschaftliche Mehrheit beim Wort, die fortwährend Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung einfordert, aber ihrer eigenen Bekundung zuwider handelt. Eine Aufdeckung dieser Mischung aus Realitätsverlust und kulturprägender Heuchelei ist historisch unvermeidbar.

Wenn nichts anderes mehr hilft, ist ein Aufstand der sich dem Zerstörungsprozess Verweigernden und konfrontativ Handelnden die letzte Chance auf ein Überlebensprogramm.

Deshalb erkläre ich mich solidarisch mit der Letzten Generation.”


Die Bürger:innen der Letzten Generation kündigten weitere Aktionen gegen den Ausbau fossiler Infrastruktur an. Denn “solange die Regierung die Klimakatastrophe bewusst befeuert müssen Menschen friedlich Widerstand leisten”.
 







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