Besetzung des Felix-Klein-Gymnasiums

24.12.22
BewegungenBewegungen, Umwelt, Niedersachsen, TopNews 

 

Von End Fossil

Am Montag den 19.12 wurde das FKG trotz Schulausfall Grundes Glatteis und Kriminalisierungsversuche des Schulleiters von Schüler*innen der Bewegung End Fossil Occupy besetzt. Die Intention der Besetzung war es, die Klimakrise mehr in den gesellschaftlichen Diskurs zu rücken und mit anderen Schüler*innen über das Thema in den Dialog zu kommen.
Wenige Minuten nach dem Start der Besetzung rief der Schulleiter Brüggemann trotz Versuche der Schüler*innen konstruktive Verhandlungsprozesse herbeizuführen, die Polizei und drohte mit einer Räumung. Das, erst im Anschluss stattfindende Gespräch, mit Schulleiter, Stadt, Polizei und Schüler*innen, verlief aufgrund von fehlender Kooperationsbereitschaft seitens des Schulleiters Brüggemanns keineswegs konstruktiv, eine Räumung der Aula konnte dennoch letztendlich abgewendet werden. Die Polizei bewachte trotzdem bis zu Abend das Gebäude und ließ keine weiteren Schüler*innen, die vor der Schule eine Mahnwache errichteten, in die Schule.
Die Polizei versuchte zusätzlich nach dem Auftrag des Schulleiters, zwei Schüler*innen, die während der Verhandlungen die Eingangstür blockierten um eine komplette Abriegelung des Gebäudes zu verhindern, gewaltsam aus der Tür zu zerren. Dies konnten die Blockierenden jedoch erfolgreich verhindern.

Im Verlauf der ersten Tage einigten sich die Verantwortlichen der Stadt und die Schulleitung auf Regelungen bezüglich der Zugangszeiten zur Besetzung. So durften am Dienstag ab 17 Uhr und am Mittwoch ab 19 Uhr keine neuen Personen mehr die Schule betreten. Ab dem Dienstag wurde auch ein Sicherheitsdienst, mit der Begründung, den Brandschutz zu gewährleiten, eingesetzt. Dies kostete nach Angaben der Stadt mehrere Tausend Euro. Unklarerweise konnte diese Aufgabe ab dem Dienstag nicht von Elternteilen, die selbsterklärend keine Kosten verursachen, übernommen werden, obwohl dies noch am Vortag von Schule und Stadt akzeptiert und initiert wurde. Bei Verhandlungen zwischen Schule, Stadt und Besetzenden ließen erstere beide nicht von ihren Maßnahmen ab und zeigten keinerlei Kompromissbereitschaft. Dabei gab der Schulleiter zu, dass die verhandelnen Schüler*innen zwar die besseren Argumente hätten, die Macht jedoch bei der Schule und Stadt liegen würde. Die Regelungen für die Besetzung sollten also primär ihre Machtposition demonstrieren.
Die auferlegten Maßnahmen wurden von den Besetzenden nur nicht angefochten, weil die Schüler*innen die gesamte Woche lang Möglichkeiten fanden, die Schule frei zu betreten und auch wieder zu verlassen, ohne dass die Schulleitung etwas davon wusste.

Der Schulleiter ließ aufgrund der Kooperationsbereitschaft End Fossils auch die geplanten Veranstaltungen und Vorträge stattfinden. So fand z.B. ein Vortrag über das Dorf Lützerath und eine Diskussionsveranstaltung mit der Landtagsabgeordneten Marie Kollenrott (die Grünen) statt.
Am Donnerstag den 22.12. wurde schließlich die Besetzung vormittags mit einer lauten Demonstration durch die Innenstadt mit bis zu 150 Teilnehmenden beendet. Die leere Aula schmückte am Nachmittag ein Banner mit der Aufschrift "WIR KOMMEN WIEDER!".

„Alles in allem war es eine erfolgreiche Aktion. Wir konnten die Aula jeden Tag füllen, wir konnten viele Diskussionen führen und haben viel Aufmerksamkeit, auch außerhalb der Schule bekommen. Wir sind gestern gegangen da die Besetzung jetzt nichts mehr bringt, da der Schulbetrieb nicht stattfindet und somit auch unsere Zielgruppe nicht erreicht wird.
Aber wir sind mit viel Kraft gegangen, haben Druck auf der Straße aufgebaut und haben nochmal neue Leute erreicht. Wie wir auch schon letztes Mal gesagt haben möchten wir betonen, dass wir wieder kommen werden. Denn unser Protest ist noch nicht auf einem Level dass die Entscheidungsträger*innen, welche für die Klimazerstörung verantwortlich sind, nicht mehr ignorieren können. Bis das erreicht ist werden wir auch nicht aufhören zu kämpfen, denn die Klimakatastrophe wird immer schlimmer und uns rennt die Zeit davon, wenn es nicht schon zu spät ist.“







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