Sonntagsspaziergang / Neue NRW-Wirtschaftsministerin muss das Aus der Gronauer Uranfabrik besiegeln!

01.07.22
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Von BBU

Am Sonntag (3. Juli 20222) werden Mitglieder von Anti-Atomkraft-Initiativen und von Friedensinitiativen ihre Forderung nach der Stilllegung der umstrittenen Urananreicherungsanlage in Gronau bekräftigen. Dann findet traditionell wie immer am ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr ein Sonntagsspaziergang an der bundesweit einzigartigen Uranfabrik statt. Neu ist, dass es der erste Sonntagsspaziergang nach der schwarz-grünen Regierungsbildung in NRW ist. Von der CDU und Bündnis 90 / Die Grünen wird gefordert, dass die neue NRW-Landesregierung schnellstmöglich das Aus für die Urananreicherung besiegel.. „Mit
angereichertem Uran aus Gronau dürfen nicht länger Atomkraftwerke in Belgien, in der Ukraine oder anderswo betrieben werden“, betont der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau. „Drohende Störfälle, ständige Urantransporte und immer mehr Atommüll sind nicht hinnehmbar.“

Schon vor der Regierungsbildung hatten Bürgerinitiativen und Umweltverbände die CDU und Bündnis 90 / Die Grünen aufgefordert, einen umfassenden NRW-Atomausstieg im Koalitionsvertrag zu fixieren und konkrete Handlungsschritte für alle NRW-Atomstandorte festzuschreiben. Jetzt ist die neue NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur gefordert, den Atomausstieg in NRW zu vollziehen. Für den Standort Gronau bedeutet das: Alle in der Vergangenheit erteilten atomrechtlichen Genehmigungen müssen sofort aufgehoben werden.

Die Urananreicherungsanlage der Firma Urenco in Gronau hat bisher eine unbefristete Betriebsgenehmigung. Der dort stets anfallende und unter freiem Himmel lagernde Uranmüll verdeutlicht, dass die atomare Problematik und der Umgang mit dem Atommüll immer schwieriger wird, wenn jetzt nicht gehandelt wird. 2005 wurde unter rot-grünen Regierungen in Düsseldorf und Berlin eine Kapazitätserhöhung bei der Gronauer Urananreicherungsanlage sowie der Bau einer Halle für 60.000 Tonnen Uranmüll genehmigt „Diesen historischen Fehler muss die neue Landesregierung unverzüglich korrigieren Rechtlich wäre das machbar“ so der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau.

Zu den Rechtsgutachten:
https://www.ippnw.de/atomenergie/atomrecht/artikel/de/gutachten-uranfabriken-koennen-stil.html

Mehr zu den Atomanlagen in ganz NRW:

https://bbu-online.de/presseerklaerungen/prmitteilungen/PR%202022/02.06.22.pdf







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