Jetzt Zeichen setzen!


Bildmontage: HF

28.09.17
BewegungenBewegungen, NRW 

 

Von Ostermarsch Rhein-Ruhr

Demonstration der Friedensbewegung am 3. Oktober gegen Bundeswehr- und NATO-Kommandozentralen in Kalkar

Die nordrhein-westfälische Friedensbewegung ruft zu einer Demonstration am 3. Oktober gegen die Kriegsführungszentralen der Bundeswehr und NATO im niederrheinischen Kalkar auf. Gerade angesichts des Ergebnisses der Bundestagswahlen wollen die Friedensaktivisten ein Zeichen für Frieden, Entspannungspolitik und Abrüstung setzen. Joachim Schramm, Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und Mitorganisator der Friedensaktion erklärte:

„Krieg und Terror beherrschen heute das Leben in vielen Regionen der Welt. Waffen aus Deutschland kommen in allen Kriegen zum Einsatz. Gemeinsam mit den USA und anderen NATO-Staaten ist Deutschland wesentliche Kraft in Kriegen wie in Syrien, Mali, Irak und immer noch Afghanistan. Eine Folge davon ist der weltweite Terror, auch in Deutschland. Die zunehmenden Spannungen zwischen der NATO und Russland bergen die Gefahr eines neuen großen Krieges in Europa. Auch die Konfrontation zwischen dem NATO-Führungsstaat USA und Nordkorea ist extrem gefährlich. Dagegen wenden wir uns gerade hier an einem zentralen Ort der Koordinierung der NATO- und Bundeswehr- Kriegsführung.“

Die Aktionen in Kalkar beginnen um 11.30 Uhr mit einer Kundgebung vor der Von-Seydlitz-Kaserne. Dort wollen die Demonstranten mit einer Kranzniederlegung vor dem Kasernentor der umgekommenen Kriegsflüchtlinge gedenken, auf den Zusammenhang von Kriegspolitik und Fluchtbewegung hinweisen. Es spricht der Landessprecher der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ (VVN-BdA), Falk Mikosch. Nach der Kundgebung wird die Aktion mit einer Demonstration zum Marktplatz in Kalkar fortgesetzt. Auf der Abschlusskundgebung dort sprechen die Geschäftsführerin des DGB Niederrhein, Angelika Wagner sowie Tobias Pflüger, Vorstandsmitglied der Informationsstelle Militarisierung (IMI) und MdB für die LINKE. Der gebürtige US-Amerikaner Joel Handley sorgt für den musikalischen Beitrag. Zum Abschluss werden 500 Luftballons mit Friedenswünschen und -forderungen aufsteigen und ihre Botschaft übers Land tragen.

Seit Jahren wird für die Bundeswehr und die NATO in Kalkar und im benachbarten Uedem militärische Infrastruktur für den Hightech-Krieg ausgebaut. Von hier werden die Tornado-Einsätze über Syrien koordiniert, ebenso wie die Eurofighter-Flüge im NATO-Auftrag an der russischen Grenze. In 2018 soll Kalkar/Uedem das Kommando über den Luftwaffenteil der NATO Responce Force übernehmen. Die Friedensbewegung in NRW kritisiert, dass der Ausbau und die Nutzung der militärischen Einrichtungen in Kalkar einen Bruch des Vertrags zur Deutschen Einheit und des 2+4 Vertrag darstellen: Diese Verträge enthalten die Verpflichtung, dass von deutschem Boden kein Krieg ausgehen darf. Aus diesem Grund findet die Demonstration am 3. Oktober statt, dem Jahrestag der deutschen Vereinigung.  Am 7. Oktober folgt eine Demonstration in Essen, wo die in Kalkar angesiedelte NATO-Denkfarbrik JAPCC ihre Jahrestagung abhält.

„Die NATO und auch die Bundesregierung kennen keine andere Antwort auf die Bedrohung durch Terror als militärische Gewalt. Wir sehen jedoch nicht zuletzt in Syrien und Afghanistan, dass Militär keine Konflikte lösen kann. Im Gegenteil werden so neue Terroristen zu ihren Taten motiviert. Wir brauchen keine Kriegsführungszentralen am Niederrhein. Wir brauchen Sicherheit durch Verhandlungen, vertrauensbildende Maßnahmen und deutliche Signale unserer Regierung gegen den Krieg. Deshalb fordern wir die Schließung der Bundeswehr- und NATO-Kommandozentralen in Kalkar.“ erläuterte Joachim Schramm die Ziele der Demonstration.

Weitere Informationen unter: www.demo-kalkar.de .







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz