Über eintausend Aktivist*innen von Ende Gelände erreichen ihr Aktionsziel - Güterverkehr im Hamburger Hafen unterbrochen

13.08.22
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Polizei geht mit massiver Gewalt gegen Klimaaktivist*innen vor

Von Ende Gelände

Seit heute Mittag blockieren über eintausend Klimaaktivist*innen mehrere Schienenabschnitte und Zufahrtsstraßen im Hamburger Hafen. Alle Gruppen von Ende Gelände haben ihr Aktionsziel erreicht und mit Blockaden den Güterverkehr im gesamten Hafengebiet unterbrochen. Sie protestieren damit gegen den Ausbau fossiler Infrastruktur und kolonialer Lieferketten. Die Blockaden halten zurzeit an.

Dazu Charly Dietz, Sprecherin von Ende Gelände: „Die Klimakrise spitzt sich immer weiter zu. Doch anstatt endlich aus Gas auszusteigen, soll die deutsche Küste mit Flüssiggasterminals zugepflastert werden. Ausgerechnet die großen Klimakiller-Unternehmen erhalten Milliardensubventionen, während steigende Preise und die fossile Inflation für viele Menschen zum Armutsrisiko werden. Das zeigt ganz klar: Wir befinden uns nicht in einer Energiekrise, sondern einer kapitalistischen Verteilungskrise. Mit unseren Blockaden im Hamburger Hafen leisten wir erfolgreich Widerstand gegen die Macht der Konzerne und setzen uns für Klimagerechtigkeit ein.“

Die Polizei hatte mit einem Großaufgebot erfolglos versucht, die Aktivist*innen aufzuhalten. Dabei setzte sie Schlagstöcke, Pfefferspray und Wasserwerfer ein. Einer Gruppe von Aktivist*innen wird seit Stunden die Versorgung mit Trinkwasser verwehrt. Auch Sanitäter*innen und Presse werden nicht zur Gruppe durchgelassen. Parlamentarische Beobachter*innen sind vor Ort.

Luka Scott, ebenfalls Sprecherin von Ende Gelände, ergänzt: „Was wir hier erleben ist ein großangelegter Angriff der Hamburger Polizei auf die Demokratie und Versammlungsfreiheit. Schon im Vorfeld hatte die Innenbehörde versucht, unser Protest-Camp zu verhindern und ist damit zweimal gerichtlich gescheitert. Nun erleben wir einen neuen Höhepunkt an polizeilicher Gewalt und Willkür gegen unsere Klimaproteste. Die staatlichen Organe machen sich wieder einmal zu Handlangern der fossilen Industrie. Wir werden uns nicht einschüchtern lassen und unseren Protest fortsetzen.“

Neben Ende Gelände beteiligten sich noch weitere Gruppen am Aktionstag. So wurde auch die zentrale Kohlbrandbrücke beim Hamburger Hafen von Klimaaktivist*innen blockiert.

 







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