Aktion gegen Altersarmut – Klagemauer stand in Krefeld


Foto: ALZ

02.10.17
BewegungenBewegungen, Soziales, NRW 

 

Von ALZ Krefeld-Meerbusch

Altersarmut ist auch in Krefeld nicht unbekannt. Rund 3761 Menschen bekommen in Krefeld Grundsicherung, weil ihre Renten nicht ausreicht den Lebensunterhalt zu sichern, so das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW).

Mit einer Klagemauer hat das Ökumenische Arbeitslosenzentrum Krefeld am vergangenen Freitag auf dem Wochenmarkt am Westwall auf das Problem „Altersarmut“ aufmerksam gemacht. Mittels Klebezetteln konnten Bürgerinnen und Bürger Ihre Gedanken zum Thema Altersarmut an die Klagemauer heften.

„Ich habe Angst im Alter Flaschen sammeln zu müssen“. „Ich arbeite nur in befristeten Jobs und bin immer wieder arbeitslos“. „Mein Einkommen ist sehr niedrig dann wird meine Renten auch nicht ausreichen, so dass ich im Alter zum Sozialamt muss“. Drei Stimmen, die Zukunftsängste äußersten. Die Angst haben, dass Ihre Kinder oder Verwandten für Ihren Lebensunterhalt aufkommen müssen, weil Sie trotz eines ausgefüllten Erwerbslebens, zum Sozialamt müssen. 

Drei Menschen – von  15.382 Beschäftigten in Krefeld, die unter 2.500 Euro/brutto verdienen. Dieses Einkommen wird nicht ausreichen unabhängig von Leistungen des Sozialamts zu leben. Grund dafür ist, dass die gesetzliche Rentenversicherung bis 2030 auf 43 Prozent absinken soll. Von dieser Entwicklung werden Beschäftigte im Niedriglohnsektor besonders betroffen sein, so Hans-Peter Sokoll vom Arbeitslosenzentrum Krefeld. Die gesetzliche Rentenversicherung muss wieder eine Lebensstandardsicherung sein, deshalb muss das Rentenniveau wieder in einem ersten Schritt auf 50 Prozent angehoben werden, so Sokoll weiter. Mit der Klagemauer wollen wir auf diese gesellschaftliche Ungerechtigkeit aufmerksam machen, ergänzt Jens Kliem vom Krefelder Arbeitslosenzentrum.







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz