Deutscher Familienvater im schwedischen Gefängnis

22.08.22
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Von Letzte Generation

Christian Bläul wurde am Mittwoch, 17.08.2022 in Stockholm festgenommen, nachdem er sich dort bei einer friedlichen Sitzblockade für mehr Klimaschutz eingesetzt hatte. Der deutsche Familienvater und Unterstützer der Letzten Generation wurde von einem Gericht in Schnellverfahren für mindestens 9 Tage in Haft genommen. Bläul wird daher bis mindestens Freitag, den 26.08. in einem schwedischen Gefängnis ausharren, während nun über weitere Strafverfolgung entschieden wird.

Die schwedischen Behörden gehen in diesem Fall besonders hart vor. Noch nie war ein Unterstützer der Letzten Generation oder der schwedischen Schwesterorganisation “Återställ Våtmarker” (Sumpfgebiete Wiederherstellen) [1] so lange in Gefangenschaft.

„Ich stehe zu dem, was ich tue und werde zu allen Gerichtsverhandlungen erscheinen. Es ist wichtig jetzt zu handeln, auch international, denn die Klimakatastrophe macht nicht vor den Grenzen halt“, teilte Christian Bläul dem Gericht vor seiner Verurteilung mit.

Die Sitzblockade, an der sich Bläul beteiligte, fand zusammen mit “Återställ Våtmarker” (Sumpfgebiete Wiederherstellen) statt. Diese schwedische Schwesterorganisation der Letzten Generation fordert von der schwedischen Regierung, Torfabbau zu verbieten und Sumpfgebiete wiederherzustellen. Beide sind Teil des A22-Networks, unter dem sich Kampagnen des friedlichen zivilen Widerstandes in inzwischen 9 Ländern zusammengeschlossen haben. Der drohende Klimakollaps macht nicht vor Landesgrenzen halt, genauso wenig wie die dringenden Gegenmaßnahmen, daher tut es der zivile Widerstand auch nicht.

Heute morgen blockierten erneut Bürger:innen von “Återställ Våtmarker” gemeinsam mit anderen Organisationen friedlich eine Fernstraße bei Stockholm. Dabei auch ein Unterstützer der Letzten Generation [2].

Carla Hinrichs (Pressesprecherin der Letzten Generation) führt dazu an: „Wir befinden uns in einer globalen Krise, die Erde brennt. Darum ist es wichtig, dass wir auch auf internationaler Ebene mehr Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe fordern. Wir lassen uns von unserem Einsatz für die Zukunft unserer Kinder und aller Menschen nicht abschrecken. Auch nicht von Gefängnisstrafen!“
[1]  Kontakt in Schweden:  Spokesperson Josefin  +46703892510; återställvåtmarker.se 
[2] www.facebook.com/aterstallvatmarker/videos/584874889770006/

 







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