Neujahrs-Sonntagsspaziergang an der Gronauer Urananreicherungsanlage

02.01.23
BewegungenBewegungen, Umwelt, NRW, TopNews 

 

Von AKU Gronau

2023 weitere Proteste gegen Atomkraftwerke und Uranfabriken


Der Protest gegen die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage in Gronau (Westfalen) reisst auch 2023 nicht ab. Gleich am 1. Januar haben sich an der umstrittenen Uranfabrik rund 20 Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner zum Neujahrs-Sonntagsspaziergang getroffen. Die Sonntagsspaziergänge an der Gronauer Urananreicherungsanlage (immer am ersten Sonntag im Monat) zählen zu den bundesweit ältesten und kontinuierlichsten Protestaktionen der bundesweiten Anti-Atomkraft-Bewegung.

Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau betont: „Eigentlich sollten am 31. Dezember 2022 in der Bundesrepublik die letzten drei noch laufenden Atomkraftwerke stillgelegt werden, darunter auch das AKW Lingen 2, das nur etwa 35 Kilometer (Luftlinie) von Gronau entfernt ist. Es ist unfassbar, dass diese drei Atomkraftwerke noch bis Mitte April am Netz bleiben sollen, und dass es für die Uranfabriken in Gronau und Lingen noch überhaupt keinen Stilllegungsfahrplan gibt. Gemeinsam mit weiteren Organisationen werden wir uns im neuen Jahr weiterhin massiv für die Stilllegung der Atomkraftwerke und Uranfabriken im In- und Ausland einsetzen.“

Unterstützt werden die Aktionen gegen die Gronauer Uranfabrik (Demonstrationen, Ostermärsche, Unterschriftensammlungen, Blockaden etc.) immer wieder von örtlichen und überregionalen Initiativen sowie von Umweltverbänden (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) u. a. m.).

Die Urananreicherungsanlage in Gronau wird vom Urenco-Konzern betrieben, an dem auch die Energiekonzerne RWE und E.ON beteiligt sind. Für den Betrieb der Anlage gibt es eine vom NRW-Wirtschaftsministeriumausgestellte unbefristete Betriebsgenehmigung. Umweltverbände, Bürgerinitiativen und Friedensgruppen fordern gemeinsam die sofortige Stilllegung der Anlage, in der in großen Mengen Uranmüll anfällt und in der nach Umbauarbeiten Uran für Atomwaffen produziert
werden könnte.

Im Januar 2010 hat sich in der Anlage der bisher schwerste Störfall ereignet. In den letzten Jahren kam der Urenco-Konzern zudem immer wieder massiv in die Kritik, weil er in großen Mengen Uranmüll nach Russland exportiert hat. Und neben der Anlage wird in Gronau Uranmüll in Containern unter dem freien Himmel gelagert. Der Betrieb der Uranfabrik ist mit zahlreichen hochgefährlichen Urantransporten von und nach Gronau verbunden.







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