Wiederholungswahlhearing

12.01.23
BewegungenBewegungen, Berlin, TopNews 

 

am 23.01.2023 ab 18:00 Uhr im Kieztreff, Celsiusstr. 60, 12207 Berlin

zu den Themen

Verkehr Lärm Klima Naherholung Schulen in Lichterfelde Süd

Vor der Wiederholungswahl am 12. Februar 2023 zum Berliner Abgeordnetenhaus und zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf haben Sie Gelegenheit, sich über die zukünftigen Lebensbedingungen in Lichterfelde Süd zu informieren und dies bei der Stimmabgabe zu berücksichtigen. Wir haben alle in der BVV vertretenen Parteien gebeten, am 23. Januar den Bürgerinnen und Bürgern Auskunft über die Lösung der nach 10 Jahren noch offensichtlichen Probleme im Bebauungsplan (B-PLAN) 6-30 Lichterfelde Süd zu geben. Die Zählgemeinschaft von CDU und GRÜNEN war bis vor einem Jahr für den Entwurf des B-Plan verantwortlich. Bis zu dieser Einladung haben diese beiden Parteien und die AfD noch nicht auf unsere Bitte reagiert. Die anderen Parteien, die SPD, DIE LINKE und die FDP haben Personen benannt und damit Bürgernähe gezeigt. Die ParteivertreterInnen haben im Kieztreff Gelegenheit, zu den oben genannten Themen und Fragen Stellung zu nehmen und Auskunft darüber zu geben, wie der vorliegende B-Plan-Entwurf verbessert werden kann.

Wir werden zu jedem Thema Fragen vorbereiten und Ihnen als betroffene Bürgerinnen und Bürger ebenfalls Gelegenheit geben, Fragen und Forderungen zu stellen.

Die oben genannten Themen sind seit Jahren in der politischen Diskussion, die am vorliegenden B-Plan-Entwurf weitgehend spurlos vorübergegangen ist. Seit 12 Jahren setzt sich das Aktionsbündnis dafür ein, dass in Lichterfelde Süd KLIMAGERECHTER; NACHHALTIGER, SOZIALVERTRÄGLICHER WOHNUNGSBAU beginnt. Dass DENKMALGERECHT geplant wird, haben wir vor 4 Jahren mit zwei weiteren Bürgerinitiativen durchgesetzt. Sie können sich noch bis zum 31. März 2023 im Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit, Schöneweide, Britzerstr. 5 in der Ausstellung „VERGESSEN UND VORBEI? das Lager Lichterfelde und die französischen Kriegsgefangenen“ ansehen. Machen Sie sich selbst ein Bild!

Und jetzt zu den Themen:

Beim VERKEHR haben WIR vor 10 Jahren auf die zu erwartenden Probleme hingewiesen und nichts erreicht, UND im GUTACHTEN des B-PLAN 6-30 stehen dieselben Hinweise auf ein VERKEHRSCHAOS bei den heute schon gemessenen Stauzeiten, die sich bei über 6.000 zusätzlichen Bewohnern weiter verschärfen werden. Auch das steht im vorliegenden B-Plan, ohne dass eine Lösung erwähnt wird. Wir halten dies für eine grob fahrlässige bis bewusste Planung gegen das Gemeinwohl. Die Planung nimmt eine weitgehend „autofreie“ Siedlung an, was aber den ÖPNV, vor allem die S-Bahn weiter überlasten wird. Die zuziehenden knapp 2.000 KFZ werden die Knoten Ostpreußendamm-Wismarer- und -Giesensdorfer Straße und auch Osdorfer-Landweg zu nervtötenden Verkehrsfallen machen – auch für Feuerwehr und Polizei.

Das KLIMA in der „Thermo“ ist bereits „amtlich“ ungesund. Ein vom Bauherrn eingeholtes Gutachten ließ erkennen, dass insbesondere in sommerlichen „Tropen-nächten“ über die Lichterfelder Weidelandschaft nächtliche Kaltluftströme in die Stadt hineinfließen und so auch in der Thermometersiedlung für Entlastung sorgen, die im Stadtentwicklungsplan Klima trotz ihrer Randlage als „lokaler Wärmeschwerpunkt mit Schwüleneigung“ gilt. Durch die geplante Bebauung wird der entlastende Effekt entfallen. Die geringere Kaltluftströmung führt entgegen eines vom Bauherrn eingeholten Gutachtens zu einer deutlich stärkeren Gesundheitsbelastung für hitzegefährdete Personen, wie z.B. Kleinkinder und SeniorInnen!

Als SCHULEN wurden in den Leitlinien des Bezirks ein Gymnasium und eine Grundschule vorgesehen. Kein Gymnasium, Planung und Bau einer Grundschule unmittelbar neben der Anhalter Bahn und der S-Bahn-Trasse dienen nur dem wirtschaftlichen Verwertungsinteresse des Grundstückseigentümers, der Groth-Gruppe. Da kein Lärmschutz vorgesehen ist, werden die Gesundheit, der Lernerfolg und damit die Lebenschancen der hier lernenden Kinder durch eine Lärmwolke von täglich 400 vorbeifahrenden Zügen, darunter auch Güterzügen, zusätzlich belastet,

denn LÄRM und Feinstaub gehören für die Gesundheit des Menschen zu Faktoren mit hoher krankheitsauslösender Bedeutung, was auch niedergelassene Ärzte im Wohngebiet bestätigen. In den vom Bauherrn beauftragten Gutachten zum Schall wird Lärmschutz entlang der S-Bahntrasse für den Wohnungsbau als unverzichtbar bezeichnet, aber die Wahl der Ausführung freigestellt. Im vorliegenden B-Plan sind keine Lärmschutzwände vorgesehen. Deshalb kann in den geplanten Wohnungen und in der Schule auf der Bahnseite kein Fenster geöffnet und nicht unterrichtet werden. Lärmschutzwände müssten sehr hoch sein und seien aus städtebaulichen Gründen nicht vertretbar und auch zu teuer. Wir halten diese Begründung für absurd, da der Bauherr durch den B-Plan eine Wertsteigerung seines Grundstücks um ca. 300.000.000,-(Dreihundertmillionen) € erhält. Außerdem werden an der Bahn die Wände der Schule und der Wohnbauten den Bahnlärm in stärkerem Maße in die Wohnungen westlich der Bahn reflektieren und die Menschen dort stärker belasten.

NAHERHOLUNG: Bei dem Ausweis von neuen Grünflächen wird der Bedarf für die Menschen in den bestehenden Wohnungen nicht berücksichtigt! Von der Oberen Naturschutzbehörde in Berlin wird seit vielen Jahren ein Konzept für die Pflege und Entwicklung der Lichterfelder Weidelandschaft einschließlich ihrer Funktion für die Naherholung angekündigt. Naturschutz wird seit 15 Jahren vom Landesbeauftragten für Umwelt und Naturschutz gefordert. Ohne Pflegekonzept und Naturschutz kann Bauen nicht erfolgen. Seit fast 30 Jahren ist Parks Range widerrechtlich nicht betretbar.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr Interesse an den Plänen des Bauherrn in Lichterfelde Süd zeigt, dass Sie sich um Ihre zukünftige Lebensqualität sorgen. Wir bieten Ihnen dazu unsere ausführlichen Informationen an: https://aktionsbuendnis-lichterfelde-sued.de/

Als Veranstaltende bitten wir Sie:

Tragen Sie zum Gesundheitsschutz aller Teilnehmenden aktiv bei!

V.i.S.d.P.:

Christian Frick, Thomas Kellermann, Winfried Lätsch, Silvia Michel, Gerhard Niebergall, Helmut Schmidt, Eberhard Speckmann, Berlin, der 8.1.2023







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