Grenzüberschreitender Fahrrad-Protest gegen die Uranfabriken im Grenzgebiet

17.07.22
BewegungenBewegungen, Umwelt, NRW, TopNews 

 

Von GAL Gronau

Die bundesweite Fahrrad-Demonstration gegen Atomkraftwerke und Uranfabriken hat am Wochenende das Dreiländereck NRW / Niedersachsen und Niederlande durchquert. Die etwa 30köpfige Gruppe demonstrierte dabei u. a. mit örtlichen Aktiven bei den Urananreicherungsanlagen in Gronau (NRW) und Almelo (NL), sowie bei der Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen).

Organisiertwurde die Anti-Atomkraft-Radtour, die jetzt auf dem Weg nach Norddeutschland ist, von der Anti-Atomkraft-Organisation „.ausgestrahlt“. Auch die parteiunabhängige Grün Alternative Liste (GAL) Gronau, die auch im Gronauer Stadtrat vertreten ist, unterstütze die Aktion, mit der auch konkret die sofortige Stilllegung der Uranfabriken im Dreiländereck gefordert wurde.

Auf dem Weg nach Gronau passierte die Protest-Gruppe am Freitag-Morgen auch das Atommüll-Lager in Ahaus. Ein weiteres Ziel war dann am Samstag auch das Atomkraftwerk Lingen 2, das nach offiziellen Planungen Ende des Jahres dauerhaft stillgelegt werden soll.

An der Begrüßungskundgebung am Freitag-Mittag vor der Gronauer Urananreicherungsanlage beteiligten sich auch Mitglieder der GAL Gronau, die zum Teil dann auch bis Enschede (NL) mitfuhren. Drei GAL-Mitglieder radelten sogar bis zur Urananreicherungsanlage in Almelo mit und nahmen dort an einer Protestkundgebung teil Ein niederländischer Atomkraftgegner war extra von Groningen (NL) nach Gronau angereist, um von dort nach Amelo mitzufahren..

Die Urananreicherungsanlagen in Gronau und Almelo gehören beide zum Urenco-Konzern. „In beiden Anlagen wird in großen Mengen Atommüll produziert, für den es keine sichere Entsorgungsmöglichkeit gibt. Es war fatal, dass dieser Müll in der Vergangenheit – unter Protest - auch nach Russland gebracht wurde. Jetzt müssen beide Anlagen unverzüglich stillgelegt werden. Sie dürfen nicht länger Uranbrennstoff für gefährliche Atomkraftwerke in aller Welt und gleichzeitig ebenso
gefährlichen Atommüll produzieren. Unser Protest bleibt international und grenzüberschreitend, und wir werden auch weiterhin Aktionen in Lingen unterstützen“, betont GAL-Stadtratsmitglied Udo Buchholz.

Der nächste Aktionstermin im Dreiländereck ist der 7. August. Dann wird an der Gronauer Urananreicherungsanlage an die Jahrestage der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki erinnert (6.8.45 / 9.8.45). Anti-Atomkraft- und Friedensinitiativen warnen schon lange davor, dass die Zentrifugentechnik, die in den Urananreicherungsanlagen in Gronau und Almelo zum Einsatz kommt, zur Produktion von Uran für Atomwaffen genutzt werden könnte.

Ausführliche Informationen zur gesamten Anti-Atomkraft-Tour und zu örtlichen Aktionen in Nord- und Süddeutschland gibt es unter
https://www.ausgestrahlt.de

Weitere Informationen: https://www.galgronau.de, https://bbu-online.de,
https://www.enschedevoorvrede.nl, https://www.laka.org







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