Kein Naziaufmarsch am Sonntag!


Bildmontage: HF

26.09.19
AntifaschismusAntifaschismus, Hamburg, TopNews 

 

Von Hamburger Bündnis gegen Rechts

Am kommenden Sonntag den 29. September wollen Nazis unter dem Motto „Michel, wach endlich auf“ vom Rödingsmarkt zur Michaelis Kirche und wieder zurück marschieren. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR) ruft deshalb dazu auf, ab 11:30 gemeinsam dagegen auf die Straße zu gehen.

Der bürgerliche Lack ist ab

Inzwischen bezweifelt niemand außer der AfD, dass es sich bei dem Spektrum, welches am Sonntag marschieren möchte um eine braune Melange handelt. Hatte man früher unter dem vermeintlich anschlussfähigen Motto „Merkel-muss-weg“ (MMW) Kundgebungen abgehalten, so präsentiert man sich jetzt als „Deutscher Michel“, welcher das christliche Abendland retten wolle und verbreitet antimuslimische und flüchtlingsfeindliche Hetze.

Auch die letzten Leugner des gesellschaftlich gemachten Klimawandels will man mobilisieren, mit populistischer Propaganda gegen „Klimaabzocke“. Die Veranstalter*innen sind jedoch die gleichen wie bei

MMW: Althooligans, Aktivisten der extremen Rechten und der AfD.

Die angekündigten Redner sind inzwischen noch weiter rechts angesiedelt, statt des abgehalfterten Journalisten Matthias Matussek, konnten die Veranstalter diesmal nur noch die B-Prominenz der völkischen Agitatoren

gewinnen: Der einschlägig vorbestrafte Michael Stürzenberger soll über „Islamisten in Hamburg“ sprechen – kommt jedoch aus München. Für die Klimaleugner*innen konnte Hartmut Issmer gewonnen werden. Er sprach letztes Jahr in bester NS-Tradition von einer Verschwörung der „internationalen Hochfinanz“ mit dem Kommunismus und bediente damit alte antisemitische Propaganda-Bilder eines „jüdischen Bolschewismus.“ Der dritte Redner, Dominik Roeseler war früher Ratsherr der extrem rechten Partei „Pro NRW“ und leitete 2014 einen Aufmarsch der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa).

Unsere Redner*innen

Dieser braunen Propaganda treten wir bewusst mit einer Reihe von Redner*innen aus Organisationen von Geflüchteten und Migrant*innen entgegen. Es werden sprechen: Women in Action, Lampedusa in Hamburg, Jugend ohne Grenzen und DIDF – Förderation demokratischer Arbeitervereine. Das Bündnis Endegelände wird außerdem das Thema Klimaleugnung durch die extreme Rechte aufgreifen. Und wir freuen uns, dass sich Pröpstin Isa Lübbers und Hauptpastor und Propst Dr. Martin Vetter gemeinsam auf unserer Kundgebung für eine demokratische, offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft aussprechen werden.

Keinen Fußbreit den Rassist*innen

Wir haben 2018 und dieses Jahr zusammen mit tausenden von Menschen aus Antifa und Zivilgesellschaft immer wieder deutlich gemacht, dass in Hamburg kein Platz für rassistische Hetze ist. Dies werden wir auch diesmal tun und fordern alle Hamburger*innen auf mit uns am Sonntag auf die Straße zu gehen. Gemeinsam müssen wir eine breite antifaschistische Zivilgesellschaft schaffen mit dem Ziel, diese Veranstaltungen zu beenden. Alle sind aufgefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten dazu beizutragen und sich dem rechten Treiben zu widersetzen. 

Demonstration: 11:30 Uhr Stadthausbrücke/Neuer Wall pünktlich Abschlusskundgebung 12:30 – 14:30 Neanderstraße/Ludwig-Erhard-Straße

 

Hamburger Bündnis gegen Rechts







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