Protestveranstaltung gegen den rechtsextremen Aufmarsch zum Heß-Todestag in Berlin-Spandau

18.08.18
AntifaschismusAntifaschismus, Berlin, News 

 

Von Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin

Kundgebung "Verantwortung für die Vergangenheit übernehmen - für Gegenwart und Zukunft"

Redner*innen:
•       Lala Süsskind (Vorsitzende Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus)
•       Bischof Dr. Markus Dröge (Evangelische Kirche)
•       Prälat Dr. Stefan Dybowski (Katholische Kirche)
•       Ay?e Demir (Vorstandssprecherin des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg)
•       Christian Hoßbach (Vorsitzender DGB Berlin-Brandenburg)
•       Jan Gabriel (Präsident Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg KdöR)

Thema: Protestveranstaltung gegen den rechtsextremen Aufmarsch zum Heß-Todestag in Berlin-Spandau

Hintergrund: Anlass ist die Ankündigung von rechtsextremen Gruppen, an diesem Tag dem rechtskräftig verurteilten Kriegsverbrecher Rudolf Heß zu gedenken und ab 12 Uhr durch Berlin-Spandau zu marschieren. Dies wollen wir nicht hinnehmen und zeigen, dass wir zu einer ehrlichen Erinnerungskultur stehen und die Verantwortung übernehmen, dass sich die Gräuel der Diktatur des Nationalsozialismus nicht wiederholen.

Zitate Redner*innen:


„Liebe Berlinerinnen und Berliner, liebe Mitstreiter für Demokratie und Menschenwürde, in diesem Geiste rufe ich Ihnen/Euch allen aus Wunsiedel zu: Lasst uns vereint kämpfen für Demokratie und Menschenwürde in Deutschland und in Europa. Bleibt stark im Kampf gegen rechtsextreme Strömungen. Schaut hin und duldet nicht, dass sich wieder stillschweigend rechtes Gedankengut in unserem Land breitmacht. Auch wenn ich heute nicht in Berlin sein kann, ich stehe an Eurer Seite!“ (Grußwort Willi Beck, Bürgermeister von Wunsiedel)

„Wir zeigen heute auf dieser Kundgebung wofür wir einstehen: für eine offene, gerechte und demokratische Gesellschaft. Wir vertreten heute alle, die an eine gute und gerechte Zukunft unseres Landes glauben, und sich für diese Zukunft einsetzen, in einem Europa, das die Menschenwürde achtet und die Menschenrechte bewahrt.“ (Bischof Dr. Markus Dröge, Evangelische Kirche)

„Uns reicht es! Wir haben es satt, dass die Unanständigen während des Hess-Gedenkmarsches durch unser schönes Berlin ziehen! Da wir es leider nicht verbitten können, möchten wir, dass die Anständigen sich in großer Zahl dagegen erheben!“ (Lala Süsskind, Vorsitzende JFDA)

„Wir treten heute laut für Demokratie und Menschenrechte ein. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie wird aber von Neofaschisten in Frage gestellt, die heute in Spandau einen Kriegsverbrecher als Helden verehren, der an der Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen mitgewirkt hat. Dem stellen wir uns entgegen. Die Geschichte von Nationalsozialismus und Krieg mahnt uns, gegen Gewalt und Menschenfeindlichkeit und für eine gerechte Gesellschaft zu kämpfen.“ (Christian Hoßbach, Vorsitzender DGB Berlin-Brandenburg)

"In einer Zeit, in der rassistische Gewalt Hochkonjunktur hat und immer mehr Rechte ihre Gesinnung ungehemmt zur Schau stellen, ist es mehr als notwendig, dass wir gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und für eine vielfältige und weltoffene Gesellschaft setzen. Wir können nicht tatenlos zusehen, dass die Verharmlosung von rechtspopulistischen sowie rassistischen Aussagen ohne jegliche Konsequenzen bleiben. 73 Jahre nach der Zeit des Nationalsozialismus ist Rassismus wieder parlamentsfähig geworden! Und ich frage mich…Wo bleibt eigentlich der gesellschaftliche Aufschrei, wenn z. B bekannt wird, dass über ein Jahrzehnt Menschen kaltblütig aus rassistischen Motiven ermordet und zahlreiche Menschen verletzt werden können, und die Ermittlungsbehörden jahrelang rassistische und rechtsextreme Motive ausgeschlossen haben? Diesen gesellschaftlichen Aufschrei vermissen wir." (Ay?e Demir, Vorstandssprecherin TBB)

Organisator: Das „Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin“ organisiert die Kundgebung und ist ein Zusammenschluss aus 18 großen, zivilgesellschaftlichen Organisationen. Bündnismitglieder sind die Berliner Landesverbände der AWO, Caritas, DGB, Diakonie, DJH, Erzbistum, Evangelische Kirche, Evangelische Kirchenkreise Stadtmitte und Charlottenburg-Wilmersdorf, Gesicht zeigen!, Gewerkschaft Kirche und Diakonie, HVD, Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus Berlin, LSB, Gartenfreunde, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg und der Zentralrat der Muslime.







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