Gesellschaftliche Verantwortung in dieser Diktatur der Angst und Einschüchterung

09.08.13
AntifaschismusAntifaschismus, Wirtschaft, Kultur, TopNews 

 

von Martin Franz

Herrn
Udo Lang
Bundespräsidialamt
Spreeweg 1
11010 Berlin

Geschäftszeichen: 11-000 18-7-1463/12

Sehr geehrter Herr Lang,

ich nehme Bezug auf Ihr Schreiben vom 11.12.2012 an mich und bedanke mich zunächst dafür, überhaupt noch eine Antwort/Reaktion erhalten zu haben, was mittlerweile schon etwas Besonderes für mich in dieser Angelegenheit bedeutet. Weiterhin ist für mich bedeutsam, dass man erkennt, dass ich mich in einer "schwierigen Lage" befinde. Damit erschöpft sich dann aber auch schon das Positive an dieser Rückmeldung.

Ihre Rückmeldung ist vollkommen oberflächlich und greift zudem viel zu kurz! Sie wird in keiner Weise der geschilderten Problematik gerecht, sondern verkennt und ignoriert diese geradezu völlig! 

Vor dem Hintergrund der Ihnen umfangreich bereits zugesandten Schilderungen, die allerdings nur einen Bruchteil der in den letzten sechs Jahren (mit noch längerer Vorlaufzeit) akut von mir am eigenen Leib erlebten und erlittenen unfassbaren, ungeheuerlichen staatlichen Willkür, eingebettet in ein marodes Staatsgefüge, versuche ich Ihnen noch einmal möglichst kurz die Problematik darzustellen. Hieraus dürfte dann doch die Zuständigkeit des Herrn Bundespräsidenten deutlich hervorgehen, was bei sorgfältiger Kenntnisnahme der zugesandten Schreiben allerdings auch schon, mehr als dringend, sich geradezu aufdrängend, erkennbar hätte werden müssen!

Zunächst zu Ihrem Schreiben:

Als Beamten und zudem noch sehr interessiertem und engagiertem Staatsbürger sind mir die dem Bundespräsidenten durch die Verfassung übertragenen Aufgaben und Befugnisse bestens bekannt. Dass er daher bezüglich der strafrechtlich relevanten Ausgangslage auf meiner Dienststelle keinerlei Zuständigkeit hat und auch keine direkte Einwirkungsmöglichkeit besitzt, ist mir somit völlig klar und ich habe ihn auch  diesbezüglich mit keinem Wort in meinen Schreiben entsprechend in die Pflicht genommen!

Ihre Antwort erweckt allerdings diesen Anschein und beschränkt somit die daraus abgeleitete Mitteilung bezüglich dieser "Angelegenheit" lediglich darauf.

Nun zu den Aufgaben des Bundespräsidenten:

Laut den offiziell präsentierten Aufgaben gehört unter "Wirken im Inland" wörtlich die "Staatspflege" dazu.

Unter genau diesem bedeutsamen Aspekt habe ich mich schließlich an den Herrn Bundespräsidenten gewandt.

Ich schrieb wörtlich:

"Wir scheinen in einer Diktatur der Angst und Einschüchterung zu "leben", wo sich offensichtlich niemand mehr traut die Missstände offen und wirkungsvoll anzugehen damit endlich eine Wende zum Besseren eingeleitet wird! Dies scheint selbst bis tief in den anwaltlichen Bereich hinein zu reichen!"

Meine akuten, am eigenen Leib erfahrenen "(rechts)staatlichen Erlebnisse" vor sechs Jahren(und ausschließlich darauf bezieht sich Ihre Antwort!) waren nur der Ausgangspunkt für die dann umfangreichen (Ihnen geschilderten) Feststellungen bezüglich des Zustands unseres Staatswesens.

Weiterhin schrieb ich Ihnen wörtlich als diesbezügliche Feststellung:

"In Wirklichkeit sind "wir" aber nur noch ein barbarischer, anarchischer "Haufen", bestehend aus Masken und Fassaden, die etwas "anderes" vorgaukeln!"

Aus der den Schreiben beigefügten Chronologie geht dieser Rückschluss deutlich hervor und ist auch (wie vermerkt) durch amtliche Schreiben sowie Schreiben, die den amtlichen Weg durchlaufen haben, eindeutig belegbar.

Für diesen, von mir somit belegbar festgestellten und auch am eigenen Leib selbst erlebtem und erlittenem Zustand unseres Staates, dürfte unter dem Aspekt "Staatspflege" der Herr Bundespräsident ja wohl eindeutig zuständig sein!

Genau so ist mein als "Dringender Hilferuf" deklariertes Anliegen zu verstehen, zumal zudem aus meinem Schreiben heraus auch deutlich wurde, dass eigentlich ich persönlich gar nicht alleine der Betroffene bin, sondern die deutlich gewordene Problematik im Endeffekt uns alle, die leidende und schweigende Mehrheit, betrifft und somit die Zuständigkeit des Herrn Bundespräsidenten unter dem Aspekt der "Staatspflege" besonders deutlich hervor ging!

Weiterhin ist im Rahmen des offiziell präsentierten Wirkens des Herrn Bundespräsidenten wörtlich die Rede über ihn als "lebendiges Symbol" des Staates. Ihr Antwortschreiben ist vor dem von mir umfangreich geschilderten Zustand unseres Staates und insbesondere den Gründen dafür, indes als symbolisch für den Zustand unseres Staates zu erkennen! Aus diesem Schreiben ist klar erkennbar, dass selbst bei Ihnen größte Angst vorherrscht, die wirklichen Probleme klar zu erkennen, zu benennen und insbesondere deren Lösung wirklich anzugehen.

Die gnadenlose, öffentliche Hetz- und Hexenjagd auf den Vorgänger des Herrn Bundespräsidenten, Herrn Wulff, brachte die alles beherrschende Problematik deutlich zum Ausdruck!

Herr Wulff hatte deutliche Worte an Verantwortliche für entsprechende Missstände gerichtet. Dieselben Medien, die dies (warum nur?) kollektiv verschwiegen, berichten später kollektiv (von wo "gesteuert"?) über seine Verfehlungen, bis er sein Amt niederlegte! Dabei ging man gar so grotesk vor, was z.B. die sog. "Bobbycar-Affäre" betrifft, dass die eigentliche Intention klar zu erkennen war!

Dies soll nicht bedeuten, dass Herr Wulff tadellos war, aber hier wurden Maßstäbe angelegt, begleitet von entsprechender Propaganda, die niemand "überleben" kann!

Deshalb befindet sich unser Staat in diesem Zustand, angefangen bei mir, als kleinem Polizeibeamten, der zwingend gesetzlich tätig werden musste, bis hinauf zum Bundespräsidenten, der sich der "Staatspflege" widmete! Jeder, der Probleme entsprechend angeht, wird gnadenlos zu Grunde gerichtet!

Dieser Staat ist ein einziger, gewaltiger 'Augiasstall'!!!

Von daher überraschen mich die Reaktion des Herrn Bundespräsidenten sowie Ihr Schreiben nicht! Vor diesem Hintergrund ist dies für mich nur zu gut verständlich und nachvollziehbar! Dies ist ein für alle bedauerlicher Zustand, eine für alle bedauerliche Situation, dringend nach Änderung rufend! 

Es ist allerhöchste Zeit für eine entsprechende Revolution, vor allem zuerst in den Köpfen der Verantwortlichen! Dort muss gewaltig aufgeräumt und ausgemistet werden!

Viele sind sich dessen bereits schon lange bewusst. Viele haben diesen Schritt gar schon längst vollzogen!

Aber wer macht den ersten "öffentlichen" Schritt? Wer "überlebt" ihn? Ein Zustand/Teufelskreis, den es dringend zu durchbrechen gilt!!!

Mein Behördenleiter, mit dem ich ein langes, offenes Gespräch bezüglich dieser Problematik hatte, hoffte und wünschte mir, dass ich "damit" eine Lawine lostrete!

Ich verbleibe, mit freundlichen und hoffnungsvollen Grüßen und Wünschen, in baldiger Erwartung einer der Problematik entsprechenden Reaktion

Martin Franz


VON: MARTIN FRANZ






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