Warnung: Ex-Linker Wolfgang Luley zu den Rechten übergelaufen


Bildmontage: HF

02.12.12
AntifaschismusAntifaschismus, Baden-Württemberg, TopNews 

 

von AG Rechtspopulismus stoppen!

Der Mannheimer Ex-'Linke' Wolfgang Luley ist von der Partei "DIE LINKE." zur rechtspopulistischen Partei "Die FREIHEIT" übergelaufen. Die Partei "Die FREIHEIT" fährt einen rassistischen Propagandafeldzug gegen Muslime und ist in Mannheim unter anderem für rassistische Flugblattaktionen und eine Sarrazin-Soli-Demo verantwortlich.

Luley bewegte sich seit Jahren in linken Kreisen in Mannheim und wohnt in der Gärtnerstr. 29 in Mannheim-Neckarstadt. Luley ist deshalb in der Lage, Informationen über zahlreiche Linke bei RassistInnen und RechtspopulistInnen preiszugeben. Dies ist eine bei ÜberläuferInnen gängige Praxis. Wolfgang Luley stellt deshalb eine ernstzunehmende Gefahr dar. Wir empfehlen, jeglichen Kontakt mit Wolfgang Luley abzubrechen und ihm Hausverbot für alle linken Veranstaltungen zu erteilen.

Wolfang Luley - Vom Lachen des traurigen Randlinken

Zuerst tauchte seine Facebook Seite auf: Wolfgang Luley, befreundet mit Edgar Baumeister (Landeschef der 'FREIHEIT') und anderen RechtspopulistInnen? Seltsame Formulierungen, die einen Wechsel im politischen Denken andeuten? Relativ schnell war klar: Luley hat die Seiten gewechselt. Der Austritt aus der Partei "DIE LINKE." folgte im Oktober, kurz darauf der Eintritt in die Partei "Die FREIHEIT". Bereits beim Landesparteitag der "FREIHEIT" am 10.11.12 in Stuttgart wurde er gesehen. Am 28.11.12 erschien beim rassistischen Blog PI-News ein islamfeindlicher Artikel, unterschrieben von "Wolfgang L.". In diesem berichtet er von einem Vortrag an der Heidelberger Universität im Rahmen der Islamwochen.

Für die, die ihn noch nicht kennen: Wer ist dieser Wolfgang Luley? Jahrgang 1975, wohnhaft in der Gärtnerstraße 29, 68169 Mannheim, war mehrere Jahre Mitglied der Partei "DIE LINKE." in Mannheim, hatte dort das Amt des Finanzprüfkommissars inne und kandidierte 2009 auf der Offenen Linken Liste, Platz 40, für den Gemeinderat. Luley war 2011 und 2012 Teilnehmer an den Kongressen des Bündnis "Mannheim gegen Rechts". Er bewegte sich zuletzt vor allem im Umfeld der Partei "DIE LINKE.". Mit anderen linken Zusammenhängen hatte er in den letzten Jahren wenig zu tun. Der gelernte Bürokaufmann war lange Zeit arbeitslos und fand vor kurzem Arbeit bei einer Sicherheitsfirma. Ob hierbei der Kontakt zu RechtspopulistInnen zu Stande kam, ist noch unklar.

Luley versucht sich immer wieder als Gedichteschreiber und Lyriker. Im Internet findet man Werbung für sein Werk "Vom traurigen Lachen der Randmenschen" oder bei Facebook, wie bereits erwähnt, eine Art Gedicht zu seinem Übertritt zu den Rechten:
"Rechtsliberal ist besser: die Lösungen sind einfacher und effektiver.
Peinlich - tragisch - links.
Wir sagen Buuuh
zu RAF und NSU!"

Wir sparen uns an dieser Stelle ein Kommentar zu Deutschlands neuestem Dichter.

Was genau ist eigentlich Rechtspopulismus?

Vielen Linken ist Rechtspopulismus noch immer fremd. Häufig wird angenommen, es handle sich um versteckte Nazis. Das ist falsch. Rechtspopulistische Gruppierungen haben selten Kontakt mit der NPD oder Kameradschaften, die ProtagonistInnen grenzen sich voneinander ab und die Ideologie weist große Unterschiede auf. Trotzdem lassen sich immer wieder einzelne Verbindungen zwischen rechtspopulistischen und nationalsozialistischen Gruppierungen beobachten, in der Rhein-Neckar-Region bisher jedoch nicht.

Den Rechtspopulismus kennzeichnet insbesondere (islamophober) Rassismus, der Wunsch nach einem autoritären Staat mit einer starken Führung, Wirtschaftsliberalismus und Hass auf Feminismus, Homosexuelle, Alternative, Ökos oder Linke. Vorbilder sind beispielsweise die Partei von Wilders in den Niederlanden, die FPÖ oder auch die rechten Flügel der Republikaner in den USA. Es gibt ideologische Gemeinsamkeiten mit fundamentalistischen Christen (siehe beispielsweise die Website kreuz.net).

Im Gegensatz zu den Nazis ist der Rassismus der Rechtspopulist_innen nicht völkisch/biologisch sondern kulturell und gelegentlich religiös begründet. Das macht ihn nicht weniger schlimm und Breivik bewies mit seinen Massenmorden, dass auch im Rechtspopulismus das Potential zum Vernichtungswahn des vermeintlichen Gegners (Muslime, Linke, Homosexuelle usw.) steckt.

Wer also von Rechtspopulismus spricht, sollte nicht den Fehler machen, diesen mit Nationalsozialismus zu verwechseln. Zu den wichtigen Vertreter_innen des Rechtspopulismus gehören die Parteien "Die FREIHEIT" und "Pro Deutschland" oder der Verein "Bürgerbewegung Pax Europa". Wichtige Begriffe sind auch die "German Defense League", eine Art militanter Ableger, und die "Identitären", ein neues kulturalistisch orientiertes Label. Auch die "Republikaner" (REP) können in ihrem Politikstil als rechtspopulistisch bezeichnet werden. Wichtigstes Medium ist die Website "PI-News". Es gibt eine PI-Ortsgruppe in Mannheim.

Für einen tieferen Einstieg ins Thema ist die Broschüre "Rechtspopulismus stoppen" zu empfehlen.

Versuchter Kampf gegen Links durch die Familie Kahlmann/Voll

Die Musikerfamilie Voll/Kahlmann aus Walldorf spielt für die rechtspopulistischen Strukturen im Raum Mannheim eine wichtige Rolle. Der Vater Norbert Voll, freischaffender Musiklehrer, hält nicht nur Kontakt zu zahlreichen RechtspopulistInnen regional und überregional, sondern pflegt mit seinem Verein "Bürgerlobby Abendland" politischen Kontakt zu konservativen Kreisen, u.a. zur CDU in Walldorf. Seine Frau Eva Kahlmann, Fotografin und Sekretärin am Südasieninstitut der Uni Heidelberg, versuchte in der Gründungsphase der Partei "Die FREIHEIT" an wichtige Posten zu kommen, scheiterte jedoch und bekam wegen einer volksverhetzenden Rede auf dem Parteitag sogar Probleme mit der Staatsanwaltschaft. Seitdem versucht sie im Hintergrund Intrigen gegen die Führung der "FREIHEIT" um Stadtkewitz zu spinnen. Der Sohn der beiden, Emil Kahlmann, ist Student an der Hochschule für Musik in Mannheim. Er ist als Chef der PI-Gruppe Rhein-Neckar bekannt als "vater rhein". Anfang 2012 wurde veröffentlicht, dass sich Kahlmann hinter den volksverhetzenden Kommentaren von "vater rhein" bei PI-News verbirgt. Kahlmann war auch Anmelder und Redner einer islamophoben Kundgebung 2011 in Mannheim, veranstaltet von der PI-Gruppe. Die trifft sich monatlich in einer Mannheimer Gaststätte und hat ca. 10 Mitglieder. Aufgrund dieser Entwicklungen im letzten Jahr, haben wir uns dazu entschieden, die rechtspopulistische Szene der Region genauer im Auge zu behalten.

Die Aktivitäten der Familie Kahlmann/Voll hatten kleinere berufliche und private Konsequenzen. Seitdem sind sie politisch gelähmt und widmen sich fast ausschließlich dem "Kampf gegen Links". Eva Kahlmann schrieb verleumderische Hetzartikel bei PI-News über den SPD-Vorsitzenden Mathias Kohler und den Journalisten Veit Lennartz. Bei Stadtrat Gerhard Fontagnier gingen zahlreiche Droh-E-Mails sein. Eva Kahlmann versucht mit ihrer Kamera immer wieder linke Veranstaltungen zu fotografieren. Mit dem Überlaufen von Wolfgang Luley ist eine neue Gefährdungsstufe erreicht. In ihm wird Familie Kahlmann/Voll einen nützlichen Idioten sehen, der ihnen bereitwillig alles verrät, was er über die Linke weiß: wahrscheinlich nicht all zu viel Relevantes.

Wichtige Empfehlungen...

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen haben wir uns dazu entschieden, umfangreiche Informationen über Wolfgang Luley im Internet und über Flugblätter und Plakate zu veröffentlichen. Diesen harten Schritt tun wir, um
1. alle Linken in Mannheim zu warnen und
2. die deutliche Warnung auszusenden: RassistInnen und RechtspopulistInnen, wir haben euch im Auge!

Als nächsten Schritt muss unbedingt dafür gesorgt werden, dass sich Luley auf keiner linken Veranstaltung mehr blicken lassen kann. Wenn Eva Kahlmann und andere wieder versuchen sollten unsere Kundgebungen oder Demos abzufotografieren, müssen sie gestoppt werden. Im Weiteren gilt es natürlich, den Rechtspopulismus zurück zu drängen und dem Rassismus seinen gesellschaftlichen Nährboden zu entziehen.

...und unser Fazit:

Wir werden Luley und andere rechtspopulistische Akteure in Mannheim, insbesondere die Familie Kahlmann/Voll, weiterhin verstärkt beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen einleiten, die ihnen den Spaß an der Anti-Antifa Arbeit vergehen lassen.

Über weitere Hinweise zur rechten Szene in der Umgebung freuen wir uns. Bedenkt dabei bitte, dass im Internet auch immer Bullen, Nazis und RassistInnen mitlesen und mitschreiben können. Also lasst euch in keine Diskussionen und Kommentarschlachten über die eigenen Strukturen verwickeln!

AG Rechtspopulismus stoppen!

https://linksunten.indymedia.org/de/node/72782

 

 


VON: AG RECHTSPOPULISMUS


Leserbrief von Günter Meisinger zum Artikel "Ex-Linker Luley zu den Rechten übergelaufen" - 03-12-12 14:00




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