Antifa Erftstadt zieht eigenen Namensvorschlag für Friesheimer Straße zurück


01.12.10
AntifaschismusAntifaschismus, NRW, News 

 

Den AnwohnerInnenvorschlag „Agnes-Straße“ betrachtet die Gruppe als „faulen Kompromiss“.

Von Antifa Erftstadt

„In der Ratssitzung haben die Anwohnerinnen und Anwohner gezeigt, welch menschenfeindliche Positionen sie vertreten. Wir können nicht guten Gewissens an dem Vorschlag festhalten die Straße nach Salomon Franken umbenennen zu wollen. Die sich antisemitisch und nazistisch geäußert habenden BewohnerInnen sind nicht würdig in einer nach einem NS-Opfer benannten Straße zu leben.“, stellt Antifa- Sprecherin Luca Plette klar. Eine Anwohnerin hatten in einer Hauptausschusssitzung u.a. gesagt sie „würde auch eine Adolf-Hitler-Straße nehmen“. Ein anderer Anwohner kommentierte den Namensvorschlag der Antifa mit den Worten: „Warum muss es denn schon wieder ein Jude sein!?“ Dass eine Adolf-Hitler-Straße dem Gedankengut der
AnwohnerInnen tatsächlich ehrlicher Rechnung träge, nehmen wir zur Kenntnis. Unter diesen Umständen kommt eine Benennung der Straße nach Salomon Franken überhaupt nicht mehr in Frage.

Inzwischen haben die BewohnerInnen einen eigenen Vorschlag für die Neubenennung unterbreitet.

„Eine ‘Agnes-Straße’, wie es die BewohnerInnen fordern halten wir für einen faulen Kompromiss“, erklärt Plette „schließlich ist es offensichtlich, dass hier keine tatsächliche Umbenennung geschehen soll, sondern Agnes Miegel die positivs Bezugsperson bleibt.“. Namensgeberin solle, so die AnwohnerInnen, die Heilige Agnes von Rom sein. Die Begründung Kosten zu sparen, indem man so einfach „Miegel“ aus den Briefköpfen streichen könne, ist fadenscheinig. Die Kosten einer Umbenennung gestalten sich für die AnwohnerInnen tatsächlich extrem gering, schließlich sind Änderung im Ausweis, Grundbuchänderungen und Änderungen bei Versicherungen kostenlos.

„Wir hoffen, dass den ewiggestrigen menschenfeindlichen AnwohnerInnen, die nicht bereit waren in Zusammenarbeit mit der Ortsbürgermeisterin Friesheims einen neuen Straßennamen zu wählen, nicht entgegen gekommen wird“, appelliert Plette an die Lokalpolitik.







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