500 Studenten und Mitarbeiter der SOAS fordern die Entlassung des Rassisten Gunnar Beck


Fotos: SOAS


18.05.19
AntifaschismusAntifaschismus, Bewegungen, Internationales, TopNews 

 

Von Georg Ismael

Studierende, Wissenschaftler und Beschäftigte der School of Oriental and African Studies (SOAS) forderten heute die Entlassung von Gunnar Beck, einem Dozenten der juristischen Fakultät. Die SOAS Gemeinschaft ist entsetzt darüber, dass Beck im Namen der Alternative für Deutschland (AfD), einer rechtsextremen arbeiterfeindlichen Partei in Deutschland, zur Wahl zum Europäischen Parlament antritt.

Es wurden verschiedene Aspekte vorgetragen, die den Widerspruch zwischen dem Selbstverständnis der AfD und der SOAS Gemeinschaft verdeutlichten. Gewerkschaftsvertreter der University and College Union (UCU), die ihre Solidarität zum Ausdruck brachten, sagten: "Wir werden der Rechten nicht erlauben auch nur einen Schritt zu tun, ohne Widerstand zu leisten“, und dass die Anwesenheit eines solchen Akademikers auf dem Campus "bereits einer zu viel" ist. Darüber hinaus erklärte ein Professor im Namen der Fakultät der SOAS School of Law: "Wir möchten unseren entschiedenen Widerstand gegen diese Partei und ihre Politik zum Ausdruck bringen und uns völlig von denen distanzieren, die sie befürworten und unterstützen".

Mehrere Studenten des Dozenten, Gunnar Beck, sprachen über ihre Erfahrungen mit seinen respektlosen und xenophoben Äußerungen in den Vorlesungen. Viele fühlen sich nun zunehmend unsicher in einem Raum mit ihm. Sie erklärten, dass sie auf ein System von Beschwerdeverfahren gestoßen seien, das ihre Anliegen nicht ernst genommen habe. Dies solle so weit geführt haben, dass Dr. Beck in diesem akademischen Jahr 30 Minuten einer Lesung damit verbracht habe, seine Studierenden zu nötigen, sich ihm persönlich zu stellen.

Der Protest forderte die Universität auf, ihre Haltung bei der Verteidigung von Beck aus Gründen der Meinungsfreiheit zu erläutern und das Beschwerdeverfahren auf dem Campus zu verbessern. An dem Protest nahmen ehemalige Studenten, Unison und die Feministische Antifaschistische Versammlung sowie die UCU, Mitglieder des SOAS-Teams und der Studentenschaft teil.







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