DIE LINKE begrüßt Absage der Gockel-Lesung in Werther

05.03.16
AntifaschismusAntifaschismus, NRW, OWL, News 

 

Von DIE LINKE. Gütersloh

Als DIE LINKE die Verbindungen Hans-Hermann Gockels zur AfD publik machte, wurde in Werther bereits heftig über die geplante Lesung diskutiert. 24 Stunden später war der Spuk vorbei: der Auftritt in Werther wurde abgesagt. Ein deutliches Signal der Menschen in Werther: wir wollen hier niemanden, der für die AfD wirbt und den Rassisten, die täglich Flüchtlingsunterkünfte anzünden, den Boden bereitet. Unverständlich die Reaktion hiesiger Zeitungen, die in der Absage der Veranstaltung einen Angriff auf die Demokratie sehen.

DIE LINKE sieht die Gefahr ganz woanders. Uschi Kappeler, Sprecherin des Kreisverbandes: „Ausgrenzung, die soziale Spaltung der Gesellschaft und Perspektivlosigkeit bilden den Boden, auf dem Rassismus und Faschismus gedeihen. Es geht um prekäre Beschäftigung, den Niedriglohnsektor und Altersarmut. Es geht um Wohnungsbaupolitik und die Zustände im Bildungs- und Gesundheitsbereich. Hier muss gehandelt werden. Wer stattdessen das Grundrecht auf Asyl immer weiter einzuschränkt und abschafft, arbeitet den Rassisten in die Hände.“

Der Sprecher des Kreisverbandes, Michael Pusch, benennt ein weiteres Thema, über das diskutiert werden muss: „Was treibt Menschen zur Flucht? Wir alle wissen, dass schon die „friedliche“ Handels- Wirtschafts- und Agrarpolitik Deutschlands und der EU die Lebensgrundlagen ganzer Kontinente zerstört. Die meisten Menschen aber fliehen vor gewaltsamen Konflikten. Waffenexporte sind da sicher keine Lösung. Vor allem durch die direkte und indirekte Beteiligung an Kriegen und Bürgerkriegen trägt Deutschland maßgeblich dazu bei, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Wir brauchen also einen radikalen Politikwechsel in Deutschland hin zu einer solidarischen Gesellschaft. Solidarisch mit den Flüchtlingen ebenso wie mit den hierzulande Ausgegrenzten. Wem es an Bereitschaft dazu fehlt, ist unglaubwürdig im Kampf gegen Rechts."

 







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