Sichere Kommunikation macht uns nicht zu Terroristen!


Bildmontage: HF

03.07.14
AntifaschismusAntifaschismus, Internationales, Kultur, Politik, TopNews 

 

von Piratenpartei Deutschland

Anlässlich der heute neu bekannt gewordenen Überwachungsmaßnahmen der NSA [1], welche sich explizit gegen Nutzer der verbreiteten Ver- schlüsselungstechnik TOR [2] richten, erklärt der frisch gewählte Politische Geschäftsführer der Piratenpartei, Kristos Thingilouthis:

»Nunmehr werden Menschen, die sich gegen grundrechtswidrige Überwachung mit "digitaler Selbstverteidigung" zur Wehr setzen, von der NSA eins zu eins wie Terroristen behandelt. Damit versuchen die Dienste, der Zivilge- sellschaft den einzig möglichen Schutzraum, der angesichts totaler Ignoranz der regie- renden Politiker noch existiert, also die verschlüsselte Kommunikation, zu rauben. Das ist vergleichbar damit, dass jeder Mensch, der einen verschlossenen Brief verschickt, auf eine Art schwarze Liste für Terroristen gesetzt wird. Ein Rechtsstaat wie Deutsch- land darf solche Maßnahmen nicht unwidersprochen lassen.

Als Mitglied der Piratenpartei erkläre ich mich solidarisch mit allen Menschen, die auf verschlüsselte, sichere Kommunikation Wert legen und sage:
"Ich bin 'TORrorist'. Für eine Welt, in der das Recht auf Überwachungsfreiheit wieder hergestellt ist, werde ich kämpfen, zusammen mit allen Menschen, die das gleiche wollen."«

Ins Visier geraten ist auch der Informatiker Sebastian Hahn, der ein TOR-Server betreibt.

In einem Interview [3] bekräftigte er, weiter zu machen:

»Ich fühle mich bestätigt auf meinem Weg. Nur durch aktives Handeln lässt sich unsere Demo- kratie langfristig verteidigen, Demokratie braucht Privatsphäre und Sicherheit in der Kommunikation.«

Die Piratenpartei Deutschland unterstützt aktiv das TOR-Projekt durch eigene Exit-Nodes. So betreiben unter anderem die Landesverbände Bayern, Niedersachsen und NRW bereits seit einigen Jahren entsprechende Server. Ebenso wird ein Mirror der TOR-Projektseite [4] betrieben, um diese gegen etwaige Angriffe abzusichern.

Quellen:

[1] www.sueddeutsche.de/digital/internet-ueberwachung-nsa-soll-deutschen-tor-nutzer-ausspioniert-haben-1.2029100

[2] Vortrag von Sebastian Hahn zu Social Media und TOR ist als Video hier abrufbar:
www.video.uni-erlangen.de/clip/id/2288

[3] Fragen und Antworten von Sebastian Hahn:
wwwcip.cs.fau.de/~snsehahn/Tor-Fragen

[4] https://tormirror.piratenpartei-bayern.de

www.heise.de/security/meldung/XKeyscore-Quellcode-Tor-Nutzer-werden-von-der-NSA-als-Extremisten-markiert-und-ueberwacht-2248328.html?wt_mc=nl.heisec-summary

 


VON: PIRATENPARTEI DEUTSCHLAND






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