„Rassismus – Schädigung des menschlichen Miteinanders in der Kultur und der Wirtschaft“


Bildmontage: HF

03.09.13
AntifaschismusAntifaschismus, Schleswig-Holstein, TopNews 

 

von ver.di Nord

Verschiedene Ereignisse der letzten Zeit in Deutschland und darüber hinaus lassen aufschrecken.

Unter vielen Beispielen seien drei benannt:

Das von dem Norweger Breivik 2011 angerichtete Massaker, - die Morde der in den Medien meist „Zwickauer Terrorzelle“ benannten neofaschistischen Gruppe, die  sich selber als „Nationalsozialistischer Untergrund“ bezeichnete und der zehn Personen – darunter acht  oder neun türkische Migranten – zum Opfer fielen,  - dazu auch in der Medienwelt der Bucherfolg Sarrazins.

Höchste Gefahr ist im Verzuge. Ihr muss begegnet werden. Aufklärung über die kriminellen Taten ist in parlamentarischen Gremien notwendig, und mit den juristischen Konsequenzen werden sich die Gerichte zu beschäftigen haben.

Darüber hinaus wartet aber eine übergeordnete Problematik auf ihre Lösung: Zu den dringlichsten Aufgaben aller demokratischen Kräfte in Europa gehört es, dass ideologische Terrain zu erforschen und aufzulösen, auf dem das Geschehene möglich wurde. Dessen Ursprung ist der Rassismus.

Wissenschaftler lassen es nicht an Warnungen fehlen.

Aus ihrer Sicht qualifizieren einige – politisch wiederum nicht unbedenklich – den Rassismus als „Ressentiment“. Aber Rassismus ist mehr. So hob ein anderer Wissenschaftler hervor, etwa der Rassismus in Gestalt des Antisemitismus sei zu definieren als eine „Weltanschauung“, ein „Konglomerat von Wahrnehmungs- und Deutungsmustern“, ein „psychosoziales Konstrukt“.

Dasselbe gilt für den Rassismus: Woher kommt er, was ist er, wie eliminiert man ihn?

Während dieser Tagung sollen unter mehreren Aspekten das Wesen des Rassismus und seine Gefahren aufgezeigt und Wege zu seiner Auflösung erörtert werden, z. B. unter dem historischen, dem der Verfassung, des Rechts, der Menschenrechte, sowie dem ökonomischen, dem ideologischen und literarischen.

Tagung:

„Rassismus – Schädigung des menschlichen Miteinanders in der Kultur und der Wirtschaft“

Am Sa., 12. Oktober 2013, von 10.00 - 20.00 Uhr in Lübeck, Gewerkschaftshaus, Holstentorplatz 1, Raum 3-4

Anmeldung bitte bis zum 30.9.2013 bei Dagmar Keiser im ver.di-Büro in Lübeck: Tel. 04 51 / 81 00 - 7 07 dagmar.keiser@verdi.de

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Veranstalter:

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Nord, Personengruppe der Freien und Selbstständigen mit Unterstützung durch

• Personengruppe der Migranten_innen,
• ver.di Jugend
• DGB Nord

• DGB Region Schleswig-Holstein Südost
• Deutscher Schriftstellerverband (VS) S-H

- Vorträge (je 45 Minuten) - Diskussion (im Anschluss an die Vorträge, je 15 Minuten.)

- Kulturprogramm: Lesung

„Rassismus – Schädigung des menschlichen Miteinanders in der Kultur und der Wirtschaft“

Programm

10.00 Uhr Eröffnung/Begrüßung

10.30 Uhr Prof Dr. Mehmet Okyayuz (Ankara)

„Alte“ und „neue“ Formen des Rassismus

11.00 Uhr Uwe Boysen, Vorsitzender Richter am Landgericht i. R. (Bremen)

Rassismus aus juristischer Sicht

12.30 Uhr Mittagessen

13.30 Uhr Dr. Christoph Kopke (Universität Potsdam)

Rechtsterrorismus und rechte Gewalt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

14.30 Uhr Prof. Dr. Wilhelm Nölling (Universität Hamburg)

Rassismus und wirtschaftliche Unvernunft

15.30 Uhr Kaffeepause

Ä C H T E T R A S S I S M U S


VON: VER.DI NORD






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