Antifaschistische "GoEast" Demonstration in Offenbach am 16.08.


Foto: "Antifa United Frankfurt"

15.08.19
AntifaschismusAntifaschismus, Hessen, TopNews 

 

Von "Antifa United Frankfurt" und"Bündnis Frankfurt Nazifrei" 

Anlässlich der rassistischen Kontinuitäten in Hessen durch Polizei und faschistische Netzwerke und der Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen, in welche die AfD mindestens zweitstärkste Kraft wird, ruft "Antifa United Frankfurt" und das "Bündnis Frankfurt Nazifrei" zu einer antifaschistischen und antirassistischen Demonstration am Freitag, den 16. August um 18 Uhr auf dem Offenbacher Marktplatz auf.
 
Eine Woche vor der Großdemonstration "#Unteilbar" in Dresden und zwei Wochen vor den Wahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen rufen antifaschistische und antirassistische Gruppen zu einer Demonstration in Offenbach unter dem Motto "Go East! Gemeinsam gegen Nazis und Rassist*innen!" zu einer Demonstration auf. Der Minimalkonsens, den es vor wenigen Jahren unter den etablierten Parteien noch gab, dass es keine politische Zusammenarbeit mit der AfD geben wird, könnte durch eine Koalition von CDU und AfD nun endgültig gebrochen werden, wodurch sie ihre menschenverachtenden, rassistischen und sexistischen Inhalte nun auch auf Regierungsebene durchsetzen könnten. Doch Nazi-Strukturen, rechtsradikale Parteien, Rassismus in Politik und Polizei sind nicht nur ein ostdeutsches Problem, sondern auch hier bittere Realität. Die Veranstalter*innen der Demonstration rufen dazu auf, am 16. August ein entschlossenes antifaschistisches Zeichen in Offenbach zu setzen und am 24. August zur großen "#Unteilbar"-Demonstration nach Dresden zu fahren. Es wird unter anderem bei der Demonstration Redebeiträge von der "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes" (VVN), "Riseup for Rojava" und von "Copwatch Frankfurt" über die historische Kontinuität faschistischen Gedankenguts und die rassistischen Praxen und Gewalttaten der offenbacher Polizei  geben.
 
Der Pressesprecher des "Bündnis Frankfurt Nazifrei", Timo Brym, sagt hierzu:
"In Frankfurt und Offenbach zeigen sich im Schatten eines gesellschaftlichen Rechtsruckes ein sich immer weiter verschärfendes politisches Klima. Während Nazis weiter in Deutschland morden, ist das Recht auf Asyl faktisch längst außer Kraft gesetzt und die Festung Europa lässt täglich Menschen im Mittelmeer ertrinken. Es ist ganz klar, dass die vermeintliche Mitte von SPD und Grüne auf dieser rassistischen Welle mitschwimmt und sich für den Rechtsruck und die Toten im Mittelmeer mitverantworten muss." Weiter sagt Timo Brym: "Die AfD ist eine rassistische, antisemitische und sexistische Partei. Jedoch ist die AfD nur die deutlichste Ausprägung des Rechtsrucks, er wird jedoch auch von allen anderen Parteien und staatlichen Institutionen mitgetragen. Die erst kürzlich verübten, beziehungsweise versuchten, rechtsmotivierten Morde an W. Lübcke und Bilal M. sind Folgen eines rassistischen gesellschaftlichen Klimas. Der rechte Diskurs bleibt größtenteils unwidersprochen und erfährt längst Einzug und Akzeptanz in die sogenannte bürgerliche Mitte."
 
Zur Demonstration sagt Timo Brym: „Wir werden bei der Demonstration unsere Wut auf die Straße tragen. Wenn weiter militante Neonazis in ganz Deutschland unterwegs sind, stellen sie eine konkrete Gefahr für alle Menschen dar, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen. Deswegen rufen wir auch alle Menschen dazu auf, sich an der Großdemo von "#Unteilbar" am 24. August in Dresden zu beteiligen und sich dem antifaschistischen und antirasistischen "Power-Parade-Block" von "We`ll Come United" und "Nationalismus ist keine Alternative" anzuschließen. Aber nicht nur in Ostdeutschland, auch in Offenbach zeigt sich eine rassistische Kontinuität, angefangen mit der Offenbacher Polizei bis zu Hooligans aus dem Umfeld des OFC und auch Faschisten der türkischen Grauen Wölfe sind in Offenbach seit Jahrzehnten etabliert und treten recht unbehelligt auf.“
 
Die Initiator*innen fordern die Polizei auf, sich bei der Demonstration zurückzuhalten. Hierzu Brym: "Die Polizei ist Teil des rassistischen Problems in Deutschland. Rassistische Polizeikontrollen, Repression gegen antifaschistische Aktivist*innen, Verbindungen des Verfassungsschutzes mit dem NSU, der NSU 2.0 und andere staatlichen Verstrickungen mit rassistischen Terrornetzwerken haben wieder einmal gezeigt, dass wir uns beim Kampf gegen Rassismus und Faschismus nicht auf den Staat, sondern nur auf uns selbst verlassen können. Da die Polizei selbst Teil des rassistischen Problems in Deutschland ist, fordern wir sie auf, sich von der Demonstration fernzuhalten. Wir werden ein entschlossenes, antifaschistisches Zeichen in Offenbach auf die Straße tragen und uns von der Polizei nicht einschüchtern lassen."
 







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