Trollmann-Gedenken grenzt mehr an Gedenkabwehr als …..

11.02.20
AntifaschismusAntifaschismus, Berlin, TopNews 

 

Von Lothar Eberhardt

In unserem Brief an die BVV Friedrichshain –Kreuzberg und an die interessierte politische Öffentlichkeit stellen das Netzwerk Zwangsarbeit in der Tempelhofer Vorstadt, der Zusammenschluss von Initiativen, die zum Thema NS-Zwangsarbeit und zum Gedenken und Erinnern im süd-westlichen Teil Kreuzbergs arbeiten, fest, dass die Gedenktafel zu Johann „Rukeli Trollmann“….. „ deren plötzliche, unbekannte Aufstellung vor kurzem ohne Einweihung, ohne Information an Betroffene, ohne Öffentlichkeit oder eine Presseinfo aufgestellt wurde.

Am Sonntag, den 9. Februar am Jahrestag der Ermordung von Johann Rukeli Trollmann führten wir mit Frau Rita Vowe-Trollmann, die Tochter von Rukeli, die regelmässig zu den biografisch wichtigen Daten ihres Vaters an der Gedenktafel am Trollmann Boxcamp in der Bergmannstrasse – frühere Rosseger-Grundschule und am Stolperstein in Fidicinstrasse 2, jetzt seit ca 2. Wochen aufgestellte Gedenktafel zu ihm, durchgeführt.
Als Erinnerungs-Netzwerker ist uns der Hinweis wichtig:
Es ist nach allen Anstrengungen für die Er- und Aufstellung einer Gedenktafel sehr bedauerlich, dass das Wichtigste beim Gedenken, nämlich die öffentlichkeitswirksame Außenwahrnehmung offensichtlich vernachlässigt wurde... und das insbesondere in den heutigen Zeit zunehmenden, rassistischen Hasses sowie verstärkter Hetze und geschichts-politischen Parallelen die sich nach dem „Thüringer Tabu-Bruch „ aufdrängen, nicht öffentlich genutzt wurde.
Wir bedauern das nicht mehr Sensibilisierung und Aufmerksamkeit aufgebracht wurde.

Rukeli Trollmann war als sogenannter Asozialer mit dem schwarzen Winkel im KZ Neuengamme eingesperrt und am Ende hat er nicht überlebt, und ist dort ermordet worden.







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