Denkmal für Burak Bektas wenige Tage nach Einweihung beschädigt

20.04.18
AntifaschismusAntifaschismus, Berlin, News 

 

Von Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas

Demonstration gegen rechten Terror in Neukölln am Samstag

Nur wenige Tage nach der mit über 900 Teilnehmer*innen sehr gut besuchten feierlichen Enthüllung einer Skulptur auf dem Gedenkort für Burak Bektas wurde dieses – wie die Initiative nun im Nachhinein veröffentlicht – bereits beschädigt. Mit einer unbekannten Chemikalie wurde die Patina (farbige Schutzschicht) der Bronzeskulptur in Teilen zerstört.

 „Wir verurteilen diesen Angriff auf das Gedenken an Burak Bekta? auf das Schärfste! Er reiht sich in eine seit Jahren andauernde Terrorserie von Rechts ein. Schmierereien, zerstörte Schaufensterscheiben, Brandanschläge auf Autos und Wohnhäuser sind trauriger Alltag geworden in Neukölln. Auch die Morde an Luke Holland und Burak Bektas müssen in diesem Kontext betrachtet werden“, so Ulrike Schmidt von der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas.

Melek Bektas , die Mutter von Burak, äußerte Donnerstag abend als Reaktion auf die Beschädigung der Skulptur: „Wir wollen, dass der Mord an meinem Sohn aufgeklärt wird und wir endlich Gewissheit haben. Mit der Beschädigung der Skulptur wird deutlich: Wir finden keine Ruhe.“

Der Staatsschutz des LKA Berlin hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeug_innen. Die Initiative hat begonnen durch Arbeiten an der Skulptur den Schaden zu minimieren, eine neue Patina wird voraussichtlich nächste Woche aufgetragen. Um nicht nur den Bestand des Denkmals zu erhalten, sondern darüber hinaus den Gedenkort weiter auszubauen und zu einem deutlichen Zeichen gegen Rassismus in Neukölln zu machen, wird zu Spenden aufgerufen.

Am Samstag nachmittag führt eine von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis getragene Demonstration gegen rechten Terror in Neukölln zum Gedenkort für Burak Bektas.

Informationen zur Demonstration:
https://www.buendnis-neukoelln.de/2018/demonstration-gegen-rechten-terror-in-neukoelln







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