JU Rheinland-Pfalz verharmlost NS-Verbrechen


Bildmontage: HF

11.05.10
AntifaschismusAntifaschismus, Rheinland-Pfalz, News 

 

Mainz. Die Jusos Rheinland-Pfalz zeigen sich empört über eine Aussage des Landesverbandes der Jungen Union, wonach der 8.Mai 1945 - das Ende des Zweiten Weltkriegs - "nur für den westlichen Teil unseres Vaterlandes" ein Tag der Befreiung gewesen sei.

"Es ist eine besondere Ehre und Ausdruck von Versöhnung, wenn ein deutscher Bundeskanzler zu den Feierlichleiten zum Sieg über den Faschismus eingeladen wird. Gerhard Schröder war der erste Kanzler, dem diese Ehre zu teil wurde. Die Jusos verstehen nicht, warum die Junge Union gerade an diesem Punkt Kritik an Kanzlerin Merkel übt, die diesen Termin wahrgenommen hat.", erklärt Fabian Löffler, Landesvorsitzender der Jusos Rheinland-Pfalz.

"Selbstverständlich war der 8. Mai ein Tag der Befreiung für Europa und Deutschland. Von deutschem Boden ging im Zweiten Weltkrieg unermessliches Leid aus. Die Vernichtung der Juden im Holocaust und die Kriegsverbrechen der Nazis sind in der Geschichte einmalig. Die Junge Union ist hier aber anscheinend anderer Meinung. Denn sie verharmlost die Verbrechen der NS-Zeit in unglaublicher Weise, in dem sie sie mit denen des Unrechtsstaats der DDR gleichsetzt", stellt Löffler fest. 

"Den 8.Mai im Osten Deutschlands nicht als Befreiung von der Nazi-Herrschaft anzuerkennen, muss für die Nachfahren der NS-Opfer nicht nur eine unglaubliche Verharmlosung, sondern eine Verhöhnung darstellen. Ein solcher Geschichtsrevisionismus hat in einer demokratischen Partei nichts zu suchen. Die rheinland-pfälzischen CDU tut gut daran, hier schnellstmöglich für eine Klarstellung zu sorgen, was sie vom Geschichtsverständnis ihres Nachwuchses hält", fordert Jaqueline Rauschkolb, stellvertretende Landesvorsitzende des SPD-Nachwuches im Land.







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