AfD-Fraktionsvorsitzender Wolf beleidigte 2015 Bundespräsident Joachim Gauck


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23.11.17
AntifaschismusAntifaschismus, Hamburg, News 

 

Von Hamburger Bündnis gegen Rechts

Am Mittwoch wurde bekannt, dass der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Wolf 1994 anlässlich des Gedenkens an das Ende des Zweiten Weltkriegs ein Naziliederbuch herausgab und dem eine geschichtsrevisionistische Einleitung voranstellte. Wolf schrieb 1994, das Buch solle „einen Beitrag liefern zu Wut, Trauer, Scham und Entsetzen angesichts der nun

50 Jahre zurückliegenden bedingungslosen Kapitulation.“ Erst 2015 machte Wolf dann deutlich, dass sich an seiner Geisteshaltung wenig geändert hat. Er verglich den damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck mit Erich Honnecker und die Feierlichkeiten zum Kriegsende 2015 mit denen in der früheren DDR. Ein von Wolf behaupteter „politisch-medialer Komplex“, habe sich in „Schuldbekenntnissen und untertänigsten Dankbarkeitsbezeugungen“ austoben können.

Mit diesen Worten machte Wolf deutlich, dass er ein ungebrochen braunes Geschichtsverständnis hat, wie es sonst in Kreisen der NPD vorherrscht.

Wer die deutsche Schuld am zweiten Weltkrieg anzweifelt und den ehemaligen alliierten Mächten nicht dankbar dafür ist, dass sie Deutschland von der Hitler-Barbarei befreiten, hat aus der Geschichte nichts gelernt. Daran ändert auch nichts, dass Wolf seine Stellungnahme in ein Zitat des Junge-Freiheit-Autoren Pankraz verpackte.

 

Hamburger Bündnis gegen Rechts







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