Gedenken an Franz Jägerstätter anlässlich des 70. Todestages

06.08.13
AntifaschismusAntifaschismus, Kultur, Internationales, News 

 

von Gedenktafelinitiative Franz Jägerstätter

Besser die Hände, als der Wille gefesselt“…
ist der Leitgedanken von Franz Jägerstätter und der Titel der der Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zu seinem Lebenszeugnis.

Wer war Franz Jägerstätter?

Franz Jägerstätter stammt aus dem Oberösterreicher St. Radegund und verweigerte den Kriegsdienst aus seiner prinzipiellen christlichen Überzeugung.
Im März 1943 erklärte er sein »Nichteinrücken zum Kriegsdienst«. Er wurde wie alle Kriegsdienstverweigerer direkt an das höchste NS-Militärgericht, dem Reichskriegsgericht (RKG) in Berlin-Charlottenburg überstellt, und wegen „Wehrkraftzersetzung“ am 6. Juli 1943 zum Tode verurteilt.

Am 9. August 1943 wurde Franz Jägerstätter mit weiteren 16 weiteren Kriegsgegnern auf dem Schafott im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet.

Am 7. Mai 1997 wurde von Landesgericht Berlin sein NS-Unrechtsurteil aufgehoben

Am 26. Oktober 2007, dem „österreichischen Nationalfeiertag“, wurde Franz Jägerstätter im Linzer Dom seliggesprochen. Die »Institution Kirche« würdigte Jägerstätters Kriegsdienstverweigerung in der Nazi-Zeit als ein »Zeugnis des Glaubens«.

Bedeutung für heute:

Franz Jägerstätter
gilt durch sein überliefertes Lebenszeugnis vor allem in der US-amerikanischen Friedensbewegung neben Gandhi und Martin Luther King, als ein Repräsentanten des gewaltfreien Widerstandes und des Menschenrechtes auf Kriegsdiesntverweigerung.

Gedenken in Berlin und Brandenburg/Havel:

Die Gedenktafelinitiative Franz gründete sich anlässlich des 50. Todestages im Frühjahr 1993 und forderte die Anbringung einer Gedenktafel für Franz Jägerstätter stellvertretend für alle Opfern der NS-Militär. Nach längerer Auseinandersetzung wurde deren Anbringung im Juli 1997 realisiert. (http://jaegerstaetter.blogsport.de/tafelanbringugn-4-juli-1997/)

Das Gedenken zum 70igsten Todestag 2013 ging von der Gedenktafelinitiative F. J. aus.

1. Teil des Gedenkens:

Am 6. Juli 2013 fand an der Gedenktafel an der Umfriedung des ehem. Reichskriegsgerichtes, jetzt das Wohnobjekt Atrion am Lietzensee, an seinem Verurteilungstag, der erste Teil des Gedenkens statt. (mehr: jaegerstaetter.blogsport.de/2013/07/09/replik-zum-6-juli-2013/)

2. Teil des Gedenkens zum Todestag am 9. August::

Die Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand:
Besser die Hände als der Wille gefesselt“. Franz Jägerstätter. Kriegsdienstverweigerer aus christlicher Überzeugung begleitet die beiden Veranstaltungen

In Berlin am Donnerstag., den 8.8.2013 um 19:30 Uhr
Vortrag: Franz & Franziska Jägerstätter – Zur Rezeption zweier Unbequemer von der Jägerstätter Biografin Dr. Erna Putz.
Ort: im Österreichisches Kulturforum in Berlin, Stauffenbergstr. 1 in 10785 Berlin
ÖPNV: unweit U+S Bahn Potsdamer Platz + diverse Bus) mehr:
www.kulturforumberlin.at/veranstaltung/Event/show/vortrag-in-gedenken-an-franz-jaegerstaetter

Anmeldung. telefonisch unter 030 20287-114 )

Gedenkfeier In Brandenburg/Havel am Freitag, den 9. August 2013

Um 15:30 (Pünktlich, gemeinsamer Einlass zum Gedenkort in der JVA) Gedenkstätte im Zuchthaus Brandenburg Görden, , Anton-Saefkow-Allee 22, 14772 Brandenburg/Havel.

18.00 Uhr Kirche „Hl. Dreifaltigkeit“, Brandenburg an der Havel, Neustädtische Heidestr. 25
Pfarrer Richard Rupprecht, Werder/Havel

19.30 Uhr Im Gemeindesaal Vortrag von Dr. Erna Putz: Franz und Franziska Jägerstätter – Zum Wachsen und Werden einer Entscheidung

Anfahrtsbeschreibung:
www.kulturforumberlin.at/veranstaltung/Event/show/gedenken-an-franz-jaegerstaetter

In Österreich und London finden weitere Gedenkveranstaltungen statt.

Kontakt: Lothar Eberhardt
0176 965 03 573

lebgut@web.de
http://jaegerstaetter.blogsport.de

 


VON: GEDENKTAFELINITIATIVE FRANZ JÄGERSTÄTTER






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