Roger Köppel - ein "krimineller Ausländer"

08.04.12
AntifaschismusAntifaschismus, Internationales, TopNews 

 

von Robert Misik via misik.at

Die Schweizer "Weltwoche" betreibt "Aufstachelung zum Rassenhass"

Er sieht aus wie ein Grundschullehrer, der Briefmarken sammelt und noch bei Mama wohnt: Roger Köppel, der "Chefredaktor" der Schweizer Weltwoche. Er hat das einst weltläufige Blatt zur rechtspopulistischen Kampfpostille umgemodelt - und jetzt endgültig den schmalen Grat überschritten, der den Populismus vom Rechtsradikalismus trennt.

Ein solches Cover wie das der dieswöchigen "Weltwoche" hat es in Westeuropa nach 1945 wohl nicht mehr gegeben, sieht man von einigen kriegstreiberischen Blättern in Jugoslawien in den Jahren 1990 ff ab. "Die Roma kommen - Familienbetriebe des Verbrechens". Darauf ein süßer kleiner Junge, der mit der Spielzeugpistole ins Objektiv des Fotografen zielt. Man muss sich nur einmal überlegen, wie der Fotograf wohl zu diesem Bild kam ("ah, Kleiner, was hast Du denn da Schönes, zeig dem Onkel, was Du damit spielst...") und wie das jetzt pervertiert für die billige Hetze benutzt wird.

Nun gut, die "Weltwoche" wird in der Schweiz produziert und ich weiß nicht, ob so etwas dort legal ist. Aber sie wird auch in der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich vertrieben. Hier gibt es einschlägige Paragraphen, gegen die dieses Titelblatt verstößt. In Deutschland heißt das "Aufstachelung zum Rassenhass" und in Österreich gibt es den Paragraphen §283 des Strafgesetzbuches, der besagt:

(1) Wer öffentlich auf eine Weise, die geeignet ist, die öffentliche Ordnung zu gefährden, oder wer für eine breite Öffentlichkeit wahrnehmbar zu Gewalt gegen eine Kirche oder Religionsgesellschaft oder eine andere nach den Kriterien der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion oder Weltanschauung, der Staatsangehörigkeit, der Abstammung oder nationalen oder ethnischen Herkunft, des Geschlechts, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung definierte Gruppe von Personen oder gegen ein Mitglied einer solchen Gruppe ausdrücklich wegen dessen Zugehörigkeit zu dieser Gruppe auffordert oder aufreizt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen.

(2) Ebenso ist zu bestrafen, wer für eine breite Öffentlichkeit wahrnehmbar gegen eine in Abs. 1 bezeichnete Gruppe hetzt oder sie in einer die Menschenwürde verletzenden Weise beschimpft und dadurch verächtlich zu machen sucht.

Köppel ist also in Österreich mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren zu bestrafen. Mildernde Umstände sind keine zu erkennen, im Gegenteil, erschwerend kommt die massive öffentliche Verbreitung der verhetzenden Schrift hinzu.

Und man muss ihn ja auch nicht gleich ins Gefängnis stecken. Aber das mindeste ist, dass man begreift, dass er ab nun das ist, wogegen er gerne kämpft: ein "krimineller Ausländer".

Es sollte ein sofortiges Einreiseverbot in die Europäische Union gegen Köppel verhängt werden.

http://www.misik.at/sonstige/roger-koppel---ein-krimineller-auslander.php

Strafanzeige gegen die "Weltwoche" bei der Berliner Polizei wegen aller in Betracht kommender Straftatsbestände u.a. wegen Volksverhetzung gegen die presserechtlich Verantwortlichen. Diese "Zeitung" wird scheinbar durch 'Swiss Post International Germany' als Mitglied des VDZ auch in Deutschland vertrieben.
http://www.dnv-online.net/handel/detail.php?nr=62499&Handel
Anlass ist schon diese Titelseite der Ausgabe vom 04. April:
http://www.weltwoche.ch
Auch in Wien wurde eine Anzeige gestellt:
diepresse.com/home/kultur/medien/747146/Weltwoche-sorgt-fuer-Aufregung_Klage-aus-Wien

 

 

 


VON: VON ROBERT MISIK VIA MISIK.AT






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