Einladung zur Gründung der "Forschungsstelle NS-Pädagogik"


Bildmontage: HF

23.01.12
AntifaschismusAntifaschismus, Hessen, News 

 

von GEW - Landesverband Hessen   

am Mittwoch, den 25. Januar 2012, an der Universität Frankfurt.

Eingeleitet wird die Gründung durch einen Vortrag von Trude Simonsohn zum Thema "Die Kinder im KZ Theresienstadt". Trude Simonsohn betreute selbst als junge Frau jugendliche Mädchen unter den Ausnahmebedingungen des Konzentrationslagers Theresienstadt. Sie überlebte und berichtet seit vielen Jahren in Schulen und Universitäten über ihre Erlebnisse.

www.gew-hessen.de

Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaften im Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit dem Fritz-Bauer-Institut

EINLADUNG zur Gründung der „Forschungsstelle NS-Pädagogik“

• Begrüßung: Prof. Dr. Raphael Gross, Direktor des Fritz-Bauer-Instituts
• Zur Konzeption der Forschungsstelle: Prof. Dr. Micha Brumlik / apl. Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer

Ausgangspunkt der Arbeit ist die These, dass das Wissen über die NS-Zeit zur Allgemeinbildung gehört und dieses Wissen und die Auseinandersetzung über die NS-Pädagogik fester Bestandteil der Vorbereitung auf den Lehrberuf werden sollen. Die „Forschungsstelle NS-Pädagogik“ wurde im Januar 2012 zur Förderung der Verbindung von Forschung und Lehre und zur zentralen Sammlung bisheriger Studien und Materialien zum Thema „Erziehungswissenschaft und Pädagogik in der NS-Zeit“ gegründet.

1. In den vergangenen drei Jahren wurde im Rahmen eine Lehr und Forschungsprojektes der HANS-BOECKLER-STIFTUNG eine sozialempirische Studie mit über 300 Studierenden zu ihrem Wissen über die NS-Zeit (und die Zugänge der Studierenden zur NS-Zeit – Schule, Familie, Medien) durchgeführt. Diese Studie wurde verbunden mit der Entwicklung von Vor­tags-Konzepten zur NS-Zeit und der NS-Pädagogik in mehrfach evaluierten Vorlesungen. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden vorgestellt.

2. In den nächsten drei Jahren werden – zusammen mit Studierenden und gestützt auf ein genehmigtes DFG-Projekt – im Original zehn erziehungswissenschaftliche und pädagogi­sche Zeitschriften aus der NS-Zeit (von universitären Zeitschriften wie „Die Erziehung“,„Volk im Werden“ bis hin zur Schülerzeitschrift des NSLB „Hilf mit“) recherchiert, zugänglich ge­macht und auf rassistische und antisemitische Denkmuster untersucht.

Die Konzeption die­ses Lehr- und Forschungsprojekts wird vorgestellt.

Mittwoch, den 25. Januar 2012 Campus Westend – Casino / Raum 1.812  - 18.00 Uhr

Im Januar 2012 wurde das dreijährige Lern- und Forschungsprojektes der Hans-Böckler-Stiftung „Theorie und Praxis der Erziehungs­wissenschaften im Nationalsozialismus“ an der Goethe-Universität abgeschlossen. Ab Februar 2012 beginnt das von der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) genehmigte Projekt „Rassismus und Antisemitismus in erziehungswissenschaftlichen und pädagogischen Zeitschriften 1933 – 1944/45“.
In diesem Kontext wurde im Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaften die „Forschungsstelle NS-Pädagogik“ unter der Leitung von Micha Brumlik und Benjamin Ortmeyer im Januar 2012 in Zusammenarbeit mit dem Fritz-Bauer-Institut gegründet.

 


VON: GEW






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