Ziemlich beste Freunde? Konferenz an der TU Berlin beschäftigt sich mit Zusammenhang von Extremismustheorie und der Neuen Rechten

03.06.17
AntifaschismusAntifaschismus, Berlin, News 

 

Von TU Berlin

Am 10. Juni 2017 findet die Konferenz „Nicht zu fassen. Das Extremismuskonzept und neue rechte Bewegungen“ an der Technischen Universität Berlin statt. Den Auftakt bildet die Podiumsdiskussion „Gesellschaftskritik unter Extremismusverdacht“ am Vorabend, den 9. Juni, im Refugio am U-Bahnhof Schönleinstraße. StipendiatInnen der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung wollen mit WissenschaftlerInnen, GewerkschafterInnen und AktivistInnen der Frage nach den Zusammenhängen zwischen Extremismustheorie und autoritären Bestrebungen nachgehen.

„Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wenn autoritäres und rassistisches Gedankengut einerseits gesellschaftsfähig, andererseits insbesondere jenes Engagement, das sich dagegen richtet, als „extremistisch“ gelabelt wird“, erklärt Maximilian Fuhrmann vom Organisationsteam. „Wir glauben, es ist kein Zufall, dass sich rechte Akteure wie AfD und PEGIDA immer wieder auf den Extremismus-Begriff beziehen.“ Am 18. März 2017 hatte die Alternative für Deutschland (AfD) einen eigenen Extremismus-Kongress in Berlin abgehalten. „Auf der Konferenz wollen wir das Verhältnis von neuen rechten Bewegungen und dem Extremismus-Konzept diskutieren“, führt Maximilian Fuhrmann fort. Ein weiteres Anliegen der Konferenz ist die Entwicklung von Gegenstrategien. So wird ein Argumentationstraining gegen menschenfeindliche Einstellungen angeboten und sich mit der Rolle von Kunst und Kultur in der politischen Auseinandersetzung mit rechten Bewegungen beschäftigt.

Am 9. Juni 2017 findet als Auftakt-Veranstaltung um 19:30 eine Gesprächsrunde mit dem Titel „Gesellschaftskritik unter Extremismusverdacht“ statt. AktivistInnen berichten von den Folgen des Extremismuskonzepts für ihr gesellschaftliches Engagement. Teilnehmen wird der lange Zeit von einem Berufsverbot betroffene Lehrer Michael Csaszkóczy, die Umweltaktivistin Cécile Lecomte, die thüringische Landtagsabgeordnete Katharina König (Die Linke) und Andrea Hübler vom Alternativen Kultur- und Bildungszentrum in Pirna. Die Veranstaltung findet im Refugio (Lenaustrasse 3-4) statt. Am 10. Juni 2017 folgt die Konferenz, die Prof. Dr. Christoph Kopke mit einem Vortrag eröffnen wird.

Start ist um 9:15 an der TU in der Straße des 17. Juni 145.

 







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